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Filmprogramm für das erste Halbjahr 2018

Das neue Filmprogramm für das erste Halbjahr 2018 ist da. Entweder unter Programm – Download

oder einfach hier:
Filmklub-1.Halbjahr2018_WEB

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Und am 23.1. um 19.30h: Leanders letzte Reise

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Nick Baker-Monteys
Leanders letzte Reise
D 2017, 107 Min.

Der Film lebt von seinen Darstellern und Schauplätzen. Jürgen Prochnow agiert sehr gut als der 90-jährige Leander, der nach dem Tod seiner Frau unvermittelt auf eine Reise in die Ukraine aufbricht. Leander, der als Wehrmachtssoldat dort stationiert war, sucht seine ehemalige Geliebte.  Prochnow verbindet in seinem Spiel die große körperliche Zerbrechlichkeit eines sehr alten Mannes mit großer Halsstarrigkeit und einer aggressiven Weigerung, mit seiner Familie zu kommunizieren. Kaum weniger verschlossen sind seine Tochter und seine Enkelin Adele (Petra Schmidt-Schaller), die in letzter Minute in den Zug Richtung Ukraine springt. Zum Großvater-Enkelin-Gespann gesellt sich später noch der russisch-ukrainische Lew (Tambert Tuisk), der die beiden als unverzichtbarer Dolmetscher, Reiseführer und Retter in der Not durch das heutige Bürgerkriegsgebiet schleust.
Regisseur Nick Baker-Monteys verhandelt in seinem Film Verdrängtes und Nie-Erfragtes, Erinnerung und Verjährung und wie das große Schweigen noch nach Generationen Familien beiderseits der Grenzen belasten kann.

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Und am 9.1. um 19.30h: Die Überglücklichen

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Paolo Virzì
Die Überglücklichen
F/I 2016, 116 Min.

Paolo Virzìs („Die süße Gier“) neuer Film versprüht in jeder Sekunde so viel Lebensfreude, dass man dringend verrückt werden möchte. Zwei bezwingend starke Frauen wirbeln über die Leinwand, genial verkörpert von Valeria Bruni Tedeschi und Micaela Ramazzotti, die uns mit ihrer Wucht und Zerbrechlichkeit den Atem rauben. Ein großartig gewitztes Zeitbild italienischer Gegenwart und das Portrait einer furiosen Frauenfreundschaft.
Maria Beatrice Morandini Valdirana ist Gräfin und Quasselstrippe, die sich in der Welt der Schönen und Reichen bestens auskennt.
Seitdem sie sich in einen Berufsverbrecher verliebt und der italienischen Justiz zahlreiche Gründe gegeben hat, sie unter Arrest zu stellen, ist von ihrer gesellschaftlichen Bedeutung nicht mehr viel übrig. Beatrice muss sich in der rustikalen Villa Biondi psychologischer Behandlung unterziehen. Als die junge Donatella, die außerhalb ihres eigenen Universums kaum anzutreffen ist, dort ebenfalls Patientin wird, nimmt Beatrice die gebrochene Frau unter ihre Fittiche.
Bei der ersten Gelegenheit büchsen Beatrice und Donatella aus. Dicht gefolgt von einem Dutzend Psychologen jagen sie durch die Toskana und freunden sich bald an. Zwischen bipolaren Glücksschüben, manischer Zielstrebigkeit und zwanghafter Furchtlosigkeit verstehen sie einander besser, als sonst jemand es könnte. Nichts weniger als das Glück wollen sie suchen bei ihrem Ausflug in dieses Freiluft-Irrenhaus, das oft mit der Realität verwechselt wird.

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Und am 26.12. um 19.30h: Wilde Maus

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Josef Hader
Wilde Maus
A 2017, 103 Min.

Könige werden zuvorkommend behandelt! Das ist zumindest Georgs (Josef Hader) Ansicht, der seit Jahrzehnten als etablierter Musikkritiker mit spitzer Feder für das Feuilleton einer Wiener Zeitung schreibt. Doch dann wird er überraschend von seinem Chefredakteur gekündigt: Sparmaßnahmen. Seiner jüngeren Frau Johanna (Pia Hierzegger), deren Gedanken nur um ihren nächsten Eisprung und das Kinderkriegen kreisen, verheimlicht er den
Rausschmiss und sinnt auf Rache. Dabei steht ihm sein ehemaliger Mitschüler Erich (Georg Friedrich) zur Seite. Georgs nächtliche Rachefeldzüge gegen seinen ehemaligen Chef beginnen als kleine Sachbeschädigungen und steigern sich zu immer größerem Terror. Schnell gerät sein bürgerliches Leben völlig aus dem Ruder. Der Kabarettist und Schauspieler Josef Hader erzählt in seinem Regiedebüt ebenso komisch wie dramatisch von privaten Versagensängsten und
gesellschaftlichen Abstiegsnöten der österreichischen Mittelschicht. Voll von lakonischem Witz reflektiert der Film, wie ein bürgerliches Leben aus dem Ruder geraten – und vielleicht doch wieder ins Lot kommen kann.

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Und am 21.12. um 19.30h: Kurzfilmrolle aus Schweden

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Am 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres, wird der KURZFILMTAG seit 2012 gefeiert. Er ist inspiriert von der französischen Version „Le Jour Le Plus Court“, die ihre Premiere 2011 erlebte. Inzwischen feiern auch viele andere Länder den KURZFILMTAG. Zwischen Husum in Schleswig-Holstein und dem bayrischen Holzkirchen werden an diesem Datum in allen Bundesländern kurze Filme laufen. 2016 waren es 200 Veranstaltungen in mehr als 100 Städten.
Zum 3. Mal ist auch der Filmklub mit von der Partie und zeigt diesmal eine Kurzfilmrolle aus Schweden!
Plattform Sweden versammelt sechs herausragende Kurzfilme aus Schweden, allesamt Streuner im Grenzgebiet zwischen Fiktion und Dokumentarischem. Mit dabei sind vier Arbeiten der Plattform Produktion, von denen jeder 2016 seine Premiere auf einem A-Festival (Berlinale, Cannes und TIFF) feierte. Außerdem mit dabei ist der Teddy Award Gewinner 2016 der Berlinale „Moms on Fire“ von Joanna Rytel und on Top noch der Gewinnerfilm der Berlinale 2010 „Zwischenfall vor einer Bank“ von Ruben Östlund.

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Und am 12.12. um 19.30h: Ich, Daniel Blake

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Ken Loach
Ich, Daniel Blake
GB 2016, 100 Min.

Ken Loach bleibt seiner kritischen Haltung treu: Wieder geht es um das arbeitende Individuum, das im Dschungel von Arbeitslosigkeit, Sozialkürzungen und den damit einhergehenden  Demütigungen seine Würde wahren muss. Hier klagt Loach vor allem die Unflexibilität, Bürokratie und Schikanen der Arbeitsämter an.
Der Endfünfziger Daniel Blake (Dave Johns) hat sein Leben lang gerackert und verfügt über ein eisernes Arbeitsethos. Umso mehr schmerzt es den Handwerker aus Newcastle, dass er wegen Herzproblemen nicht mehr arbeiten kann – der Arzt hat es ihm schwarz auf weiß attestiert. Doch das Arbeitsamt pflegt eine andere Interpretation der Lage und so muss sich Daniel einem ebenso unsinnigen wie unwürdigen Verhör für einen Fragebogen unterziehen. Das Fazit des Arbeitsamts lautet: arbeitsfähig – die Sozialhilfe wird ihm gekürzt. Doch Daniel gibt nicht auf und versucht, sich zu wehren. Kraft gibt ihm die junge zweifache Mutter Katie, die ebenfalls einen Kampf mit den Sozialbehörden austrägt. Daniel und Katie helfen sich gegenseitig, er unterstützt sie, wo er kann. Doch sein eigenes Anliegen kommt nicht voran und auch seine Gesundheit bessert sich nicht …
Loach inszeniert mit gewohntem Realismus und authentisch wirkenden Darstellerinnen und Darstellern.

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