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Und am 28.11. um 19.30h: Cahier Africain

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Heidi Specogna
Cahier Africain (OF mit deutschen Untertiteln)
CH/D 2016, 119 Min.

Am Anfang stand ein Schulheft. Dieses afrikanische Heft – „Cahier Africain“ – war für die Schweizer Filmemacherin Heidi Specogna Ausgangspunkt  des gleichnamigen Dokumentarfilms. Anstelle von Vokabeln füllten sich seine Seiten mit den Zeugenaussagen von 300 zentralafrikanischen Frauen, Mädchen und Männern. Sie offenbaren, was ihnen von Oktober 2002 bis März 2003 im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen von kongolesischen Söldnern angetan worden war. Inmitten der Versuche den schwierigen Alltag zu meistern – und während in Den Haag noch die juristische Aufarbeitung der letzten Kriegsverbrechen in Gange ist – bricht der nächste Krieg aus. Cahier Africain ist eine Langzeitbeobachtung und erlebt an der Seite der Protagonisten den gnadenlosen Strudel von Gewalt.
Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) verlieh Cahier Africain 2016 das „Prädikat besonders  wertvoll“: „CAHIER AFRICAIN – eine immens wichtige Dokumentation. Ein klug reflektiertes Stück Zeitgeschichte. Und ein bewegender Film.“

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Und am 14.11. um 19.30h: In der Hitze der Nacht

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Norman Jewison
In der Hitze der Nacht
USA 1967, 109 Min.

Als in der Kleinstadt Sparta im Bundesstaat  Mississippi der reiche Investor Colbert ermordet aufgefunden wird, glaubt der Polizeichef Gillespie (Rod Steiger) schnell, den Schuldigen gefunden zu haben. Schon kurz nach dem Mord nimmt Officer Wood den Schwarzen Virgil Tibbs (Sidney Poitier), der auf der Durchreise ist und lediglich auf seinen Anschlusszug wartet, am Bahnhof fest. Ohne ihn zu befragen und ohne jeden Hinweis auf einen Verdacht wird Tibbs allein wegen seiner Hautfarbe auf die Polizeiwache gebracht und dem Polizeichef als Täter präsentiert. Als sich herausstellt, dass Tibbs Mitarbeiter der Mordkommission Philadelphias ist und sein Chef am Telefon anregt, den Ermittlern vor Ort unter die Arme zu greifen, kommt es zu einer Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Chef der örtlichen Polizei. Die ist jedoch geprägt von Vorbehalten und  gegenseitigem Misstrauen. Polizeichef Gillespie kann seine rassistische Grundhaltung meist nicht verbergen und fällt bei jedem Streit mit Tibbs in sein gewohntes Handlungsmuster gegenüber Schwarzen zurück. Und doch lernt er im Verlauf der Ermittlung immer mehr Tibbs’ Arbeit zu schätzen und seine Qualitäten zu respektieren.
Der Film war 1968 für sieben Oscars nominiert und gewann ihn in fünf Kategorien: in den Kategorien Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Rod Steiger), Bester Schnitt, Bester Ton und Bestes Drehbuch.

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Und am 12.11. um 18.00h: I am not your negro

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Raoul Peck
I Am Not Your Negro
F/USA/B/CH 2016, 95 Min.

Raoul Pecks Dokumentarfilm rekonstruiert das unfertige Manuskript des 1987 verstorbenen afroamerikanischen Schriftstellers James Baldwin mit dem Titel „Remember This House“: eine schonungslose Abhandlung über den weißen  Rassismus in den USA, erzählt ausschließlich mit den Worten Baldwins.  Dabei greift er auf seine Erinnerung an seine Freunde und Bürgerrechtsaktivisten Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King zurück und eröffnet eine einmalige Sichtweise auf die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung in den USA. Es ist der Blick eines Insiders und Zeitzeugen, kritisch und persönlich und angesichts der jüngsten Vorfälle in Ferguson, Baltimore usw. und des erneuten Anstiegs der Gewalt gegen Afroamerikaner besonders bedeutsam. Anhand von Archivbildern, Filmausschnitten und aktuellen Aufnahmen erzählt der Film in Baldwins Worten von der „Geschichte der Gewalt“, die vielen das Leben kostete und von der Entstehung einer eigenen afroamerikanischen Identität. Eine aufrüttelnde Reise durch die US-amerikanische Geschichte, mit der Baldwin und Peck das Selbstverständnis der amerikanischen Gesellschaft in Frage stellen.

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Und am 4.11. um 22:15h: 2001

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Stanley Kubrick
2001 – Odyssee im Weltraum
UK/USA 1968, 143 Min.

Kubricks Meisterwerk zählt für viele zu einem der besten der Filmgeschichte. Das Publikum wird auf eine visuelle und auditive Erlebnisreise mitgenommen. Der Versuch diesen Film in allen Facetten zu erklären, würde ihn entzaubern. Der Film wartet mit einem der irrwitzigsten Schnitte der Filmgeschichte auf: mit nur einem Cut überspringt er 300.000 Jahre Menschheitsentwicklung. „Kubricks fantastisches Abenteuer vereint technische Utopie und kulturphilosophische Spekulation zu einer Weltraumoper von überwältigendem Ausmaß. Der kühne gedankliche Entwurf des Films wird mit nicht minder kühnen optischen Effekten und einer (damals) revolutionären Tricktechnik realisiert, die das Genre Science Fiction in den darauffolgenden Jahren entscheidend prägten.“
(tlw. entnommen: Lexikon des internationalen Films)

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Und am 31.10. um 19.30h: Thomas Müntzer

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Martin Hellberg
Thomas Müntzer
DEFA 1956, 118 Min.

Der Film schildert das Schicksal des jungen Pfarrers Thomas Müntzer, der zum geistigen Führer der Bauernerhebung und zu einem der Ideologen der Reformation im Deutschland des 16. Jh’s wurde. 1523 kommt Thomas Müntzer ins  thüringische Allstedt, um eine Pfarstelle zu übernehmen. Mutig tritt er für die Lehre Luthers ein, aber während dieser sich von den Volksmassen abwendet, wird Müntzer zu deren Sprecher. Fortan setzt er sich für die Rechte der Armen ein, bei Frankenhausen führt er die Bauern in ihre letzte Schlacht. Trotz historischer Ungenauigkeiten zeigt der Film einen spannenden Einblick in die Geschichte des Bauernaufstands. Die Abwesenheit der Figur Martin Luthers im Drehbuch entsprach der Sichtweise  der DDR, die den religionsgeschichtlichen Kontext zugunsten des revolutionären Aspektes in den Hintergrund stellte, weswegen der Film in der BRD als „ideologisches Historien-Spektakel der Ostzone” abgelehnt wurde. In der Tat wirken heute viele Szenen übertrieben pathetisch – Wolfgang Stumpf als Hauptdarsteller war in erster Linie Bühnenschauspieler.

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Und am 24.10. um 19.30h: Rückkehr nach Montauk

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Volker Schlöndorff
Return to Montauk
D 2016, 106 Min.

In “Rückkehr nach Montauk” führt Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff Literatur und eigene Lebenserfahrungen zusammen. Stellan Skarsgård spielt den Schriftsteller Max Zorn, der sowohl ein Alter Ego von Max Frisch ist, als auch von Schlöndorff selbst. Während einer Buchpräsentation in New York schwelgt der gefeierte Autor Max Zorn in Erinnerungen an seine frühere Geliebte Rebecca (Nina Hoss), die in der Stadt lebt und mit der er allerdings eineinhalb Jahrzehnte lang keinen Kontakt mehr hatte. Einem sentimentalen Impuls folgend, sucht er Rebecca auf, doch sie reagiert zunächst kühl. Dennoch
fahren sie gemeinsam in ihr ehemaliges Liebesnest Montauk auf Long Island. Für dieses Abenteuer muss Max jedoch seine Frau Clara (Susanne Wolff) versetzen, die eigentlich mit ihm in New York weilt.
Schlöndorff, mittlerweile 78 Jahre alt, sinnt in “Rückkehr nach Montauk” wohl auch dem eigenen Versagen in Liebesdingen nach.

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