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Und am 28.08.18 um 19.30 Uhr: Alles über Menschen

Giorgi Abashishvili und Miriam Steen, 

D/GE, 2016 OmU, 72 Min. – neun poetische Episoden über komische, unerwartete und tragische Momente des Lebens

Nach Motiven des preisgekrönten Schriftstellers Nodar Dumbadze. Über das erste Gedicht und die letzte Hoffnung, die erste Liebe und den letzten Atem, über das erste Gespräch mit der Sonne und den letzten Dank an sie. Von der Ostseeküste über Tiflis bis in die Berge Georgiens.

Ein Malerlehrling, der lieber Dichter wäre. Ein Priester und ein Polizist, die aus ihren Pflichten ausbrechen. Ein Verliebter, der mit Logik ein Mädchen beeindrucken will. Mit diesen und weiteren Charakteren fängt (…) „Regisseur Giorgi Abashishvili in atmosphärisch-poetischen Bildern die Vielfalt des Lebens ein und schafft Entschleunigung in hektischen Zeiten. 

In neun Episoden aus Georgien und Deutschland hält er fest, was kaum greifbar scheint: Tragik und Komik, Trauer und Freude, Überraschung und Hoffnung, Liebe und Neugier, Tod. (…) Wer wir sind? Menschen!“ (LICHTER Filmfest Frankfurt, 2017). 

Mit den Geschichten und Romanen Nodar Dumbadzes wuchs Abashishvili seit seiner Kindheit auf. Erzählt und vorgetragen bekam er sie von seiner Mutter, die wie Nodar Dumbadze aus Gurien in Westgeorgien kommt, deren Bewohner als explosive und gleichzeitig humorvolle Charaktere gelten.

„Zusammen mit der Lübeckerin Miriam Steen schuf der Georgier einen einfühlsamen Film – (…) Sie zeigen Menschen, ihre Stärken und Schwächen und Schicksale auf eine stille, lebensbejahende Weise.“ (Karla Letterman, Unser Lübeck Online Magazin, 02/2018)

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Und am 14.08.18 um 19.30 Uhr: Tuvalu 

Veit Helmer, D 1999, 100 Min. – ein märchenhafter Film mit Denis Lavant über eine skurrile Gesellschaft

in einem vergessenen Hallenbad

Ein ausgesprochener Tonfilm – auch wenn in diesem surrealistischen Märchen bis auf „Idiot!“ und „Tempo!“ kaum ein Wort gesprochen wird. Dennoch erhielt der Film 15 internationale Preise, nicht zuletzt wegen seines ungewöhnlichen Drehbuchs und seinen ebenso bemerkenswerten Protagonisten Denis Lavant („Die Liebenden von Pont Neuf“) und Chulpan Hamatova („Luna Papa“) als Traumpaar Anton und Eva in dieser skurillen und zauberhaften Tragikomödie – das Spielfilmdebüt des deutschen Regisseurs Veit Helmer.

Mitten in einer morbiden Geisterstadt beginnt die Geschichte um ein heruntergekommenes altes Schwimmbad. Hier versucht Anton, für seinen blinden Vater durch Tonbandaufzeichnungen mit Besuchergeräuschen dessen Illusion des Badebetriebes aufrecht zuhalten. 

Als der Vater stirbt und Antons geldgieriger Bruder das Bad abreißen will, um ein Hochhaus zu bauen, eskaliert die Situation…

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Und am 24.07.18 um 19.30 Uhr: Final Portrait  

Final Portrait
von Stanley Tucci,
GB 2017, 94 Min. – authentische Filmbiografie über das Künstlergenie Giocometti, zwei Jahre vor dessen Tod
1964 in Paris: Alberto Giacometti bestimmt, wann in seinem Atelier gearbeitet, getrunken, gezweifelt, zerstört, geflirtet und gelacht wird. Er ist ein etablierter Künstler, seine Werke erzielen Rekorderlöse auf dem Markt. Das Geld versteckt er in seinem Atelier. Mit Ehefrau Annette gibt es nicht nur deshalb öfter Krach – seine Geliebte Caroline bekommt unverblümt alle Zuwendung des Meisters.
Eines Tages bittet Giacometti den amerikanischen Kunstkritiker und Biografen James Lord, ihm Modell zu sitzen. Die Sitzungen, eigentlich auf eine Woche angelegt, werden immer wieder von Bistro-Besuchen oder Spazierfahrten unterbrochen und wollen kein Ende nehmen. Mehrfach verschiebt Lord seinen Heimflug.

Ein Blick in Werkstatt und Persönlichkeit des berühmten Schweizer Malers und Bildhauers. In seiner fünften Regiearbeit fürs Kino porträtiert Schauspieler Stanley Tucci den Künstler mit allen Stärken und Schwächen und erzählt vom Chaos des künstlerischen Schaffens, den Zweifeln, dem Mut zur Zerstörung und zum Neuanfang – ein Genie bei der Arbeit.


In Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Husum e.V.

 

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Und am 10.07.18 um 19.30 Uhr „The lady in the van“

GB 2015, 104 Min. – Tragikomödie nach dem gleichnamigen

Theaterstück von Alan Bennett mit einer brillianten Maggie Smith

The Lady in the Van erzählt die wahre Geschichte von Alan Bennetts angespannter Freundschaft mit Mary Shepherd (großartige gespielt von Maggie Smith), einer exzentrischen obdachlosen Frau, mit der sich der Schriftsteller Bennett (Alex Jennings) in den 1970er Jahren anfreundet und der er später erlaubt, ihren Bedford Lieferwagen vorübergehend in der Einfahrt seines Hauses in Camden abzustellen. 

Sie bleibt dort 15 Jahre. Dass diese Jahre nicht immer einfach sind, liegt auf der Hand, denn die Dame ist äußerst eigenwillig, bringt einen Haufen Müll mit und riecht recht unangenehm. Daher sind die Nachbarn anfänglich wenig begeistert von dem Dauergast, aber schon bald schließen sie die sonderbare Lady, die allerlei Überraschungen bereithält, in ihre Herzen.

Laut Produktionsnotizen wurde der Film in der wirklichen Straße und im wirklichen Haus von Alan Bennett gedreht, am Ende, nach einem Sprung in die Gegenwart, gerät dabei das Filmteam ins Bild und der wirkliche Alan Bennett kommt hinzu, bevor der Film zeigt, wie an dem Haus eine Plakette in Erinnerung an Miss Shepherd angebracht wird.

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Und am 26.06.18 um 19.30 Uhr: Aus unerfindlichen Gründen


Gábor Reisz, H 2014, 90 Min. – heiter-melancholischer Debutfilm zwischen Liebeskummer und Zukunftsangst

Aron ist knapp 30, hat aber noch immer keinen Plan. So etwas ist heutzutage eigentlich nichts Ungewöhnliches mehr. Doch Aron ist in dieser Hinsicht noch etwas seltsamer als gewöhnlich.

Er zelebriert seine Orientierungslosigkeit mit einer unglaublichen Akribie.

Eine überbordende Fülle solcher schrägen Beobachtungen und Stilbrüche fügt Gábor Reisz in seinem kurzweiligen Debüt zu einem harmonischen Ganzen.

„Dieser Stilmix ist aus einem Guss: Mit seinem leisen Film über einen verträumten Loser im modernen Budapest gelingt ein großer Wurf. Ein genialer Generationen-Blues im heutigen Budapest.” (Deutscher Filmdienst)

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Und am 12.06.18 um 19.30 Uhr: Loving Vincent

Dorota Kobiela, Hugh Welchman… und mehr als hundert Künstlerinnen und Künstler PL/GB 2017, 95 Min. – fiktive Detektivgeschichte um den Tod des Künstlers als spektakulärer Animationsfilm in der einzigartigen Maltechnik von Vincent van Gogh

In Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Husum e.V.

Bis heute sind die näheren Umstände des Todes von Vincent van Gogh ungeklärt. War es tatsächlich Selbstmord? Die Geschichte von „Loving Vincent” beginnt nach seinem Tod im Jahr 1890. Der junge Armand Roulin, dessen Vater mit van Gogh eng befreundet war, erhält eine schwere Aufgabe: Er soll van Goghs jüngeren Bruder Theo finden und den letzten Brief des Künstlers zustellen. Seine Recherche bringt ihn mit unterschiedlichen Menschen in Kontakt, die Modell für van Gogh gestanden hatten.

Diese Künstlerbiografie ist eine Sensation: Die beiden Filmemacher erweckten die weltberühmten Bilder des Künstlers sprichwörtlich zum Leben – es ist der erste komplett gemalte Animationsfilm. Mehr als 100 Künstlerinnen und Künstler haben in jahrelanger Handarbeit 65.000 Bilder (!) im Stil van Goghs angefertigt. Gedreht wurde der Film erst mit Schauspielern vor einem sog. Greenscreen. Danach wurde Bild für Bild in ein animiertes Kunstwerk verwandelt.

Ein visuell außergewöhnliches Kinoereignis.

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