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Und am 24.9. um 18h: Dasein

Dasein Still 6

Khashayar Mostafavi
Dasein
D/ SYR 2017, 92 Min.

Die Geschichte von einem Vater, der mit seiner Tochter vor dem  Krieg flüchtet und nach Deutschland kommt. Khashayar Mostafavi wird selbst anwesend sein und Fragen beantworten können. Die Hauptfigur ist ein Schriftsteller und mit seiner Tochter als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Sie sind wegen des Krieges aus ihrer Heimat geflüchtet, unterwegs hat er seine Frau verlassen. Während er in einem Flüchtlingsheim wohnte, muss er das Sorgerecht seines Kindes infolge eines Missverständnisses an eine deutsche Familie übertragen. Dem Autor gelingt es nicht, sich in die ihm fremde Gesellschaft zu integrieren; viele sehen in ihm ausschließlich den Ausländer. Armut und Geldnot zwingen ihn, im Laufe der Zeit das Schreiben aufzugeben und die Arbeit als Putzhilfe,
Bauarbeiter oder Kellner als neue Identität zu akzeptieren.
Obwohl er mit der Zeit die deutsche Sprache beherrscht, kann er aber keinen wirklichen Kontakt mit den Menschen in seiner Umgebung herstellen. Einsamkeit, Isolation und Depression bringen ihn an den Rand des Selbstmordes. Am Ende des Filmes entführt er sein vom Jugendamt weggegebenes Kind und verlässt gemeinsam mit seiner Tochter Deutschland.

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Und am 12.9. um 19.30h: Marie Curie

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Marie Noëlle
Marie Curie
F/PL/D 2016, 100 Min.

Im Jahr 1903 erhält die Wissenschaftlerin Marie Curie (Karolina Gruszka) als erste Frau gemeinsam mit ihrem Mann Pierre (Charles Berling) den Nobelpreis für Physik. Doch nur kurze Zeit später, mit gerade Mitte Dreißig und als junge Mutter zweier Kinder, verliert sie Pierre durch einen Unfall. In einer von Männern dominierten Welt bahnt sie sich ihren Weg unerschütterlich weiter, setzt ihre Forschungen alleine fort und erhält als erste Frau einen Lehrstuhl an der Pariser Sorbonne.
Als sie sich nach Jahren der Trauer in den verheirateten Wissenschaftler Paul Langevin (Arieh Worthalter) verliebt und sich auf eine Affäre mit ihm einlässt, löst sie damit jedoch einen heftigen Skandal aus. Denn just in dem Moment, als bekannt wird, dass sie ihren zweiten Nobelpreis – nun für Chemie – erhält, veröffentlicht die Pariser Presse Briefwechsel von Marie und Paul, die dessen rachsüchtige Ehefrau weitergegeben hat. Im vollen Glanze ihres beruflichen Ruhms wird die geniale Wissenschaftlerin Marie Curie damit zum Ziel übler Diffamierungen. Zur banalen Ehebrecherin abgestempelt muss sie bitterlich erfahren, dass Vernunft und Leidenschaft nicht vereinbar sind.

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Und am 26.8. um 22.15h: Blues Brothers

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Jon Landis
Blues Brothers
USA 1980, 133min

Zwei Männer unterwegs im Auftrag des Herrn. Der Kultfilm der achtziger Jahre mit dem unvergessenen und viel zu früh verstorbenen John Belushi und Dan Aykroyd als Joliet Jake und Elwood Blues. Die beiden Brüder trommeln die Blues Brothers Band wieder zusammen, um die fällige Steuerschuld für das Waisenhaus zu bezahlen, in dem sie aufgewachsen sind.
Bei Erscheinen des Films 1980 galt das Roadmovie als der Streifen mit den meisten geschrotteten Autos bei diversen Verfolgungsjagden. Rückblickend bleibt er aber eher als Musikfilm in Erinnerung dank der Gastauftritte verschiedenster Soul- und R&B- Legenden, wie James Brown, Ray Charles, Aretha Franklin, John Lee Hooker, Cab Calloway u.a.. Ebenfalls dabei: John Candy, Carrie Fisher, Frank Oz
und Steven Spielberg! „Blues Brothers“ war bei Erscheinen zwar kein Erfolg, entwickelte sich aber mit den Jahren zum Rhythm&Blues-Kultfilm.

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Und am 22.8. um 19.30h: Bach in Brasil

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Ansgar Ahlers
Bach in Brasil
BRA/D 2015, 90 Min.

Völlig unerwartet erhält der pensionierte Musiklehrer Marten Brückling (großartig: Edgar Selge) die Nachricht, dass ein nach Brasilien ausgewanderter Jugendfreund ihm ein Originalnotenblatt von Johann Sebastian Bach’s Sohn hinterlassen hat. Bedingung ist allerdings, dass er es selbst abholt. Gesagt, getan. Doch kurz vor der Heimreise wird ihm sein Gepäck mit allen Papieren und dem besagten Notenblatt gestohlen.
Candido, ein deutschsprechender Angestellter in einer Jugendhaftanstalt will ihm helfen – unter der Bedingung, Brückling solle den Jugendlichen der Anstalt Musikunterricht geben, was dieser dann auch macht, wenn auch widerstrebend. Er übt mit ihnen Stücke von Bach, die eigentlich er nur vom Blatt spielen kann. Die Kinder aber haben die Musik im Blut und improvisieren diese Stücke mit ihren eigenen Rhythmen und Instrumenten. Plötzlich lebt Marten auf und er und die Kinder sehen eine neue Perspektive: Ein neues Leben beginnt für alle – bis das Gepäck wieder auftaucht und sein altes Leben Marten wieder einholt….

Ein Film fürs Herz und für die Seele, vor allem aber ein Plädoyer für interkulturelles Denken und Überwinden von Vorurteilen.
(Deutsche Film- und Medienbewertung)

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Und am 8.8. um 19.30h: Neruda

Pablo Larraín
Neruda
CHI/ARG/E 2016, 107 Min.

Pablo Larraíns Film ist nicht die übliche Nacherzählung eines Lebens. Der Regisseur zeichnet ein Portrait von Pablo Neruda, indem er einzelne erfundene Passagen mit biografisch verbürgten Szenen verknüpft – spannungsvoll als Politkrimi inszeniert. Chiles berühmtester Dichter kritisiert im Jahr 1948 in einer historisch verbürgten Rede den damaligen chilenischen Präsidenten Gabriel González Videla, der die politische Opposition und alle Intellektuelle des Landes unterdrückt. Als Handlanger der amerikanischen Politik entlarvt und beleidigt, reagiert der Präsident sofort. Er schreibt Neruda zur Fahndung aus und engagiert einen hochrangigen Polizisten für dessen Verfolgung. Eine regelrechte Menschenjagd beginnt.

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Und am 25.7. um 19.30h: Die andere Seite der Hoffnung

Aki Kaurismäki
Die andere Seite der Hoffnung
Fin/D 2017, 98 Min.

Der Film besteht aus zwei Geschichten, die sich allmählich miteinander verbinden: In der ersten geht es um Khaled (Sherwan Haji), einen syrischen Flüchtling. Als blinder Passagier eines Kohlefrachters landet er eher zufällig in Helsinki und beantragt ohne große Hoffnung auf die Zukunft Asyl. Wikström (Sakari Kuosmanen), die zweite Hauptfigur, ist Handelsvertreter für Krawatten und Männerhemden. Er kehrt seinem bisherigen Berufsleben den Rücken, setzt sein Pokerface am Glücksspieltisch ein und kauft ein Restaurant im letzten Winkel von Helsinki. Als die Behörden Khaled das Asyl verweigern, beschließt er, wie viele seiner Schicksalsgenossen illegal im Land zu bleiben. Er taucht in der finnischen Hauptstadt unter und lebt auf der Straße. Dort begegnet er den verschiedensten Formen von Rassismus, aber auch coolen Rock ’n’ Rollern und aufrichtiger Freundlichkeit. Eines Tages findet Wikström ihn nachts schlafend im dunklen Hinterhof seines Restaurants, besorgt ihm ein Bett und einen Job. Für eine Weile bilden die beiden gemeinsam mit der Kellnerin, dem Koch und dessen Hund eine utopische Einheit, eine der für Aki Kaurismäki typischen Schicksalsgemeinschaften, die vorführt, dass die Welt besser sein könnte und sollte.
Komisch mit ernstem Hintergrund – belohnt mit dem Hauptpreis der Berlinale 2017 und zusätzlich erhielt Aki Kaurismäki den Regiepreis.

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