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Dienstag, 23. Juli um 19.30 Uhr: „My Sailor, My Love“

Regie: Klaus Härö, FIN, IRL, BEL 2022, 103 Min.

Fragile Liebesbeziehungen an malerischen Schauplätzen der rauen irischen Westküste

In diesem Film des finnischen Regisseurs Klaus Härö werden gleich zwei Geschichten über die Liebe erzählt: Eine späte Liebe unter älteren Menschen, die bereits eine Liebe gelebt und den Partner und die Partnerin durch den Tod verloren haben, und eine beschädigte Eltern-Kind-Liebe. Vorangetrieben wird das geradlinig erzählte Liebes- und Familiendrama zugleich durch Howards Gesundheitszustand, der sich rapide verschlechtert. Die späte Romanze des Vaters, des pensionierten Kapitäns Howard, der in seiner Isolation zu verkümmern drohte, löst bei Grace eine Auseinandersetzung mit ihren negativen Gefühlen aus, die sie seit ihrer Kindheit plagen. Die schrittweise enthüllten Spätfolgen einer lebenslangen Vernachlässigung und emotionalen Misshandlung entfachen bei ihr eine existenzielle Wucht. Howard dagegen entwickelt für Annie und deren Familie eine positive und fürsorgliche Einstellung: Er hat sich verliebt. Seine Tochter Grace muss sich mit ihren negativen Gefühlen auseinandersetzen. Alte Wunden und streng gehütete Geheimnisse kommen ans Licht und bringen die Beziehung zwischen Howard und Annie in Gefahr.

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Dienstag, 09. Juli um 19.30 Uhr: „Gondola“

Regie: Veit Helmer D, GEOR 2023, 82 Min. 

Eine poetisch-märchenhafte Liebesgeschichte als Hommage an den Zauber des Kinos

Die junge Iva kehrt nach dem Tod ihres Vaters in ein kleines Dorf in einem Tal der georgischen Berge zurück und übernimmt auch gleich seinen Job als Schaffner der Seilbahn. Von den Dorfbewohnern wird sie mit Argwohn, gar Ablehnung bedacht, zumindest anfänglich. Ihre Kollegin ist die ebenfalls junge Nino, die von einer Karriere als Stewardess bei der staatlichen Airline träumt. Und dann ist da noch ihr etwas dümmlich-machohafter Chef, der sich um beide Frauen eher ungelenk und vor allem erfolglos bemüht. Der Alltag ist eintönig, die Fahrgäste mit Ausnahme einiger Dorfbewohner eher rar. Es ist eine Umgebung, die dazu einlädt, sich in die Ferne zu träumen, der Ödnis mit Leidenschaft und Albernheiten zu entkommen. Helmer nutzt den begrenzten Raum der Gondeln, um die ganze Welt zu erobern: Mit poetischen Bildern vor majestätischer Landschaft, in denen die Kabinen mal winzig klein zwischen den Wolken tanzen, mal grell von der Sonne mit all ihrem morbiden Charme angestrahlt werden. Ihm gelingt es, diese kleine und an sich einfache Geschichte mit leiser Komik sanft voranzutreiben. 

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Samstag, 06. Juli von 22-24 Uhr: „Kurzfilm Surprise“ zur 19. Kulturnacht Husum

Zur 19. Husumer Kulturnacht zeigt der Filmklub im Kinocenter Husum in der Zeit von 22:00–24:00 Uhr:
„Kurzfilm Surprise“ – Eine Kurzfilmrolle als Dauerschleife (jeweils 30 Min).

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DOK am Dienstag, 02. Juli um 19.30 Uhr: „Der gewöhnliche Faschismus“

in Kooperation mit dem Pole Poppenspäler Förderkreis

Regie: Michail Romm,  UdSSR 1965, 128 Min.

Ein Klassiker des Dokumentarfilms.

Vormittagsvorführung für Schulklassen ab 10. Klasse möglich!

Michail Romm sichtete für seine essayistische Dokumentation weitgehend unbekanntes Bild- und Filmmaterial. Dabei galt sein Interesse vor allem den massen- psychologischen Ursachen und Erscheinungsformen der deutschen Spielart des Faschismus: Mit analytischem Blick, aber auch mit Witz und Ironie versucht Romm dem Kollektivphänomen des nationalsozialistischen Zivilisationsbruchs auf die Spur zu kommen. Entstanden ist dabei eine facettenreiche Studie, die besonders die alltäglichen Aspekte der Gewaltherrschaft aufzeigt und mit seinem humanistisch geprägten, unaufdringlichen Kommentar die Zuschauenden zum Mitdenken und -fühlen auffordert.

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Dienstag, 25. Juni um 19.30 Uhr: „Ingeborg Bachmann-Reise in die Wüste“

Regie: Margarethe von Trotta,  CH, AT, D, LUX 2023, 110 Min. 

Als sich Ingeborg Bachmann und Max Frisch 1958 in Paris begegnen, ist es um sie geschehen. Zwischen beiden entflammt eine leidenschaftliche Liebe, die ins Selbstzerstörerische ausufert, bis schließlich das Miteinander zerbricht. Trotzdem geht Frisch Ingeborg Bachmann nicht aus dem Kopf. Sie unternimmt eine Reise in die Wüste, um dort Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen, um die immer noch schmerzenden Erinnerungen zu verarbeiten. Dort, in der lebensfeindlichen Hitze der Wüste, kehren Hoffnung und Lebenswille langsam aber sicher wieder zurück.

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Dienstag, 11. Juni um 19.30 Uhr: „The Old Oak“

Regie: Ken Loach     UK, FR, BEL 2023, 113 Min.

„The Old Oak“ ist der Name eines Pubs, der – genau wie der Ort – schon bessere Zeiten gesehen hat. Dort befindet sich der einzige Treffpunkt der Nachbarn im Viertel. Die Stammgäste beklagen sich bei einem Bier über Arbeitslosigkeit und über syrische Flüchtlinge, die ein Bus plötzlich abgesetzt hat. Durch sie werden die Spannungen im Ort zusätzlich angeheizt; Rassismus und Islamfeindlichkeit greifen um sich.„The Old Oak“ ist ein weiterer anrührender, aufrüttelnder Film des großen, sozial engagierten Regisseurs Ken Loach.

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