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27.10.2018 22:15 Uhr Spätvorstellung: A girl walks home alone at night

Ana Lily Amirpour, USA 2014, 101 Min. – Feministischer Vampirfilm einer iranisch-amerikanischen Drehbuchautorin und Regisseurin

In der iranischen Geisterstadt Bad City gehen seltsame Dinge vor. Hier tummeln sich die Erschöpften und Verbrauchten, Gesetzlose und ihre Opfer, die Wände schwitzen Verbrechen aus ihren Poren. Doch kaum einer, der hier lebt, ahnt, dass in dieser Stadt auch ein stiller Vampir umgeht, ein Vampir auf Rädern.

So geht es auch dem jungen, attraktiven Arash. Um die Schulden seines Vaters zu begleichen, muss er seinen geliebten Ford Thunderbird an den verschlagenen Dealer Saeed abtreten. Wütend auf alles und jeden, streift er durch die Straßen und begegnet einem Mädchen, das rätselhaft anziehend ist. Schon bald entdeckt Arash ihr Geheimnis: sie ist ein Vampir. Verhüllt in einen Tschador durchstreift sie Nacht für Nacht die Stadt auf ihrem Skateboard und erleichtert Bad City um so manches widerliche Subjekt. Arash und das namenlose Vampir-Mädchen freunden sich langsam an. Und eine zarte Liebesgeschichte entsteht an einem Ort, an dem eigentlich kein Platz dafür ist.

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23.10.2018 um 19:30 Uhr: Meine Reise mit Vater

Anca Miruna Lazarescu, D/RUM/H/S 2016, 111 Min. – witziges Roadmovie in der Aufbruchstimmung und des Lebensgefühls der 68er – jenseits und diesseits des „real existierenden Sozialismus”

Die Fiktion – Nicolae Ceausescu hat das »Internationale Tourismusjahr« ausgerufen. Der junge Arzt Mihai und sein Bruder Emil brechen mit ihrem Vater in die DDR auf. Vorgeblich ist es eine Urlaubsreise, doch insgeheim will Mihai den Vater zu einem Neurochirurgen nach Dresden schaffen, der dessen fortschreitende Demenz heilen könnte. Damit beginnt ein Roadmovie über eine Familie während der turbulenten Zeit des Prager Frühlings.

Die organisierte Rückreise der Rumänen soll mittels Transitvisum über die Bundesrepublik Deutschland führen. Bei den Begegnungen mit der Münchner Linken kollidieren schon mal westliche Phantastereien mit der Sehnsucht der Opfer des Sozialismus nach realer Freiheit und einem besseren Leben.

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09.10.2018 um 19:30 Uhr: Maudie

Aisling Walsh, CND/IR/ 2016, 116 Min. – die wahre Liebesgeschichte um die kanadische Malerin Maud Lewis (1903–1970)

Eine Künstlerin und ein Fischverkäufer. Zwei Seelen, die am Rande der Gesellschaft existieren, finden einander und verändern sich im Laufe ihres gemeinsamen Lebens. Anrührend – ohne kitschig zu sein. Eine hinreißende Sally Hawkins (The Shape of Water) und ein ebenso intensiv aufspielender Ethan Hawke in einer Oscar-würdigen Filmbiographie.

Maud Lewis erlebte noch in den letzten Jahren ihres Lebens den Durchbruch als Folk Art Künstlerin. Ihre Gemälde hängen heute in zahlreichen Kunstsammlungen weltweit.

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25.09.18 um 19.30 Uhr: Watu Wote – All of us

Besondere Filme zur interkulturelle Woche

von Katja Benrath, D/K 2017, 23 Min. – vielfach prämierter Kurzspielfilm über eine wahre Begebenheit an der Grenze zwischen Kenia und Somalia – ein Dokument der Menschlichkeit

Watu Wote: All of Us erzählt die Geschichte eines Terroraktes der islamischen Al-Shabaab in Kenia. An Bord eines Reisebusses befinden sich sowohl muslimische als auch christliche Passagiere. Trotz der gesellschaftlichen Kluft und dem Misstrauen zwischen den Muslimen und der christlichen Minderheit beweisen die Fahrgäste in dieser Extremsituation, dass am Ende des Tages die Menschlichkeit wichtiger ist.

Aktuell wurde der Film Anfang Juli 2018 beim Friedenspreis des Deutschen Films „Die Brücke” mit dem Nachwuchspreis ausgezeichnet.

In Zusammenarbeit mit der Fachstelle Migration

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23.09.18 um 11 Uhr: Strings 

Sondervorstellung zu den Pole Poppenspäler-Tagen

Anders Klarlund, DK/S/NO/GB 2004, 88 Min.  – opulentes Königsdrama, komplett mit Marionetten gedreht (FSK 12)

Im mythischen Königreich Hebalon stirbt der Herrscher Kahro. Daraufhin wird sein Sohn Hal in  eine dramatische Saga über Intrigen, Sklaverei und Befreiung, Schicksal und Willenskraft verwickelt. 

Ein faszinierender Film des dänischen Regisseurs Anders Klarlund, der die klassischen Themen um Liebe, Tod und Verrat großartig inszeniert hat.

Das Besondere: Keine Menschen, sondern 

Marionetten sind die Hauptdarsteller. Sie werden gehalten von „Strings“ (= Fäden), die 

dem Zuschauer als Schicksalsfäden anschaulich die Verbundenheit aller Ereignisse und Wesen und die philosophische Dimension der Handlung zeigen.

Strings ist der erste komplett mit Marionetten gedrehte Spielfilm. Er ist ein unvergessliches Erlebnis, nicht nur für Fans des Figurentheaters, sondern für alle Kino-Liebhaber.

Bernd Ogrodnik, der Haupt-Figurenspieler des Films, wird nach der Vorführung dem Publikum für Fragen zur Verfügung stehen.

In Zusammenarbeit mit dem Pole Poppenspäler Förderkreis e.V.

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11.09.18 um 19.30 Uhr Thema „Faire Woche”: Das grüne Gold

Joakim Demmer, D/FIN/S 2016, 85 Min. – Dokumentation über das Land-Grabbing in Entwicklungsländern wie Äthiopien, wo sich fruchtbares Ackerland immer mehr zum Investitionsobjekt entwickelt.

Es geht um den global grassierenden Landraub an Kleinbauern allgemein und konkret um die Region Gambela im äußersten Westen von Äthiopien, wo der saudische Milliardär Mohammed Al Amoudi im Nationalpark für seine Firma Saudi Star zehntausend Hektar Urwald (mit der Option für mehr) roden ließ, um Basmati­reis für den Export anzubauen und zu verarbeiten. Und er ist nicht der Einzige. 

Filmemacher Joakim Demmer wunderte sich, wieso ein Land mit großen Hungerproblemen Lebensmittel exportiert. Und er recherchiert erst bei Lobbyisten in New York und dann gemeinsam mit dem äthiopischen Journalisten Argaw Ashine am Ort des Geschehens selbst, wo Bauern Opfer dieser modernen Form des Kolonialismus werden und wo gleichzeitig internationale Investoren von der Regierung großzügige Einladungen zur sogenannten Agrarentwicklung erhalten.

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