Dienstag, 09. Juli um 19.30 Uhr: „Gondola“

Regie: Veit Helmer D, GEOR 2023, 82 Min. 

Eine poetisch-märchenhafte Liebesgeschichte als Hommage an den Zauber des Kinos

Die junge Iva kehrt nach dem Tod ihres Vaters in ein kleines Dorf in einem Tal der georgischen Berge zurück und übernimmt auch gleich seinen Job als Schaffner der Seilbahn. Von den Dorfbewohnern wird sie mit Argwohn, gar Ablehnung bedacht, zumindest anfänglich. Ihre Kollegin ist die ebenfalls junge Nino, die von einer Karriere als Stewardess bei der staatlichen Airline träumt. Und dann ist da noch ihr etwas dümmlich-machohafter Chef, der sich um beide Frauen eher ungelenk und vor allem erfolglos bemüht. Der Alltag ist eintönig, die Fahrgäste mit Ausnahme einiger Dorfbewohner eher rar. Es ist eine Umgebung, die dazu einlädt, sich in die Ferne zu träumen, der Ödnis mit Leidenschaft und Albernheiten zu entkommen. Helmer nutzt den begrenzten Raum der Gondeln, um die ganze Welt zu erobern: Mit poetischen Bildern vor majestätischer Landschaft, in denen die Kabinen mal winzig klein zwischen den Wolken tanzen, mal grell von der Sonne mit all ihrem morbiden Charme angestrahlt werden. Ihm gelingt es, diese kleine und an sich einfache Geschichte mit leiser Komik sanft voranzutreiben. 

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