Und am 18.7. um 19.30h: Wir sind die Flut

Wir sind die Flut

Sebastian Hilger
Wir sind die Flut
D 2016, 84 min.

Vor 15 Jahren ist vor der Küste von Windholm das Meer verschwunden. Seitdem strahlt eine beklemmende Ruhe auf die Umgebung aus, wirft Fragen auf, bereitet Unbehagen. Die Ursache für die Anomalie ist bis heute ungeklärt. Mit einer neuen Theorie ist der ehrgeizige Physikstudent Micha (Max Mauff) einer von vielen Nachwuchswissenschaftlern, die um die rar gesäten Forschungsaufträge an der Uni kämpfen. Nach jahrelanger Arbeit muss er jedoch erleben, wie sein gewagtes Vorhaben am verknöcherten System scheitert – er darf sein Projekt nicht fortsetzen.  Heimlich macht sich Micha mit seiner Kollegin Jana (Lana Cooper) auf den Weg, um seine Hypothese auf eigene Faust zu überprüfen. In dem vom Militär abgesperrten Gebiet treffen die jungen Forscher auf den kläglichen Rest einer rätselhaften Dorfgemeinschaft. Denn an dem Tag, an dem das Meer verschwand, hat es auch die Kinder des Dorfes mitgenommen. Das behaupten die Dorfbewohner. Doch sind die Kinder damals wirklich ertrunken? Ihre Leichen wurden jedenfalls nie gefunden!
Zwischen heruntergekommenen Häusern und verlassenen Straßen geraten Micha und Jana auf ihrer Suche nach der Wahrheit immer tiefer in den Bann dieses vergessenen Ortes, an dem ihnen eine Wirklichkeit offenbart wird, der sie sich erst noch stellen müssen.
„Wir sind die Flut” ist die bundesweit erstmalige Zusammenarbeit zwischen zwei renommierten deutschen Filmhochschulen, der Filmakademie Baden-Württemberg und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.

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Und am 11.7. um 19.30h: Das Geständnis

Lade -Das Geständnis

Bernd Michael Lade
Das Geständnis
D 2015, 112 Min.

Der Regisseur Bernd Michael Lade wird selbst anwesend sein und seinen Film vorstellen.

Im letzten Jahr der DDR geraten die Genossen der Ost-Berliner “Morduntersuchungskommission” am Alexanderplatz an ihre Grenzen, denn der neue Mensch, der in der DDR als sozialistische Persönlichkeit heranreifte, tat anderen neuen Menschen nichts zuleide. Deshalb gab es keine Morde in der DDR. Und doch: Es türmen sich Kriminalfälle, die es im Sozialismus ja gar nicht geben darf, und wenn sie doch geschahen, waren sie Vorkommnisse, die noch einmal an das Erbe des Kapitalismus erinnerten. Die anspruchsvolle Arbeit der Genossen bestand darin, Morde aufzuklären, um sie zu vertuschen, weil es keine Morde gab. Diese tägliche Entscheidung zwischen Vertuschen und Ermitteln wird für Erstvernehmer Micha (Bernd Michael Lade) mehr und mehr zu einer existentiellen Frage.
„Das Geständnis“ handelt von den Lügen des Systems, eine Mordserie ist eine davon, und basiert auf den Memoiren eines anonymen Kommissars. Gezeigt wird der Untergang der DDR, die 1988/89 mit den Lügen des Systems einfach in sich zusammenfiel.
„Das Geständnis“ führt die DDR als Kinokammerspiel vor. Eine zwei Stunden lange Improvisation für viele Männer und wenige Frauen, wo gar nicht so sehr das Ideologische verhandelt wird als vielmehr die Moral.

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Und am 9.7. um 18h: Karbid und Sauerampfer

Karbid-und-Sauerampfer

Die neue Spielzeit des Filmklub Husum beginnt!
gleich mit einem Themenpaket „Traum und Trauma der DDR”:

Frank Beyer
Karbid und Sauerampfer
DEFA 1963, 81 Min.

Mit unerschütterlichem Gleichmut und schlauem Witz kämpft sich Charakterkomiker Erwin Geschonneck durch die Mangelwirtschaft der frühen DDR.

Er zählt zu den unvergessenen DEFA-Stars: Erwin Geschonneck – mit seiner unverwechselbarer Mimik gilt er bei vielen als Gegenentwurf zu Hans Moser.
Mit systemkritischen Seitenhieben und Situationskomik meistert er als Kalle eine wahre Odyssee. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges liegt Dresden in Schutt und Asche, darunter auch die Zigarettenfabrik. Für den Wiederaufbau benötigt man Karbid zum Schweißen. Kalle möchte dazu beitragen, dass sein alter Arbeitsplatz wieder aufgebaut wird. Deshalb macht er sich auf, um Karbid zu beschaffen und erlebt eine abenteuerliche Reise, wird von russischen Soldaten aufgegriffen, schlägt sich als Anhalter durch und findet nebenbei die große Liebe.
Der Sohn von Erwin Geschonneck ist ebenfalls dem Film verfallen – von Regisseur Matti Geschonneck läuft in der kommenden Woche zum gleichen Themenpaket sein aktueller Spielfilm „In Zeiten des abnehmenden Lichts” im Kino-Center.

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Und am 1.7. von 22h – 1h: Kurzfilm surprise

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Und am 13.6. um 19.30h: Das Lied in mir

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Florian Cossen
Das Lied in mir
D 2010, 94 min.

Während eines Zwischenstopps auf ihrer Reise nach Chile erkennt die 31-jährige Schwimmerin Maria (Jessica Schwarz) am Flughafen in Buenos Aires ein spanisches Kinderlied wieder. Obwohl Maria kein Wort Spanisch spricht, erinnert sie sich an den spanischen Text und die Melodie des Lieds. Verstört und aus der Bahn geworfen, verpasst sie ihr Flugzeug und bleibt in der fremden Stadt. Während sie sich auf die Suche nach einer Erklärung macht, taucht plötzlich ihr Vater Anton (Michael Gwisdek) in Argentinien auf. Er beichtet seiner Tochter, dass er nicht ihr leiblicher Vater ist, sondern dass Maria Ende der Siebziger Jahre die ersten drei Jahre ihres Lebens in Buenos Aires gelebt hat.
Als ihre leiblichen Eltern 1980 als Opfer der argentinischen  Militärdiktatur verschwanden, wurde Maria von Anton und seiner Frau nach Deutschland gebracht. Nach der Beichte droht das vertraute Verhältnis zwischen Vater und Tochter an der jahrelangen Lüge zu zerbrechen. Während Anton möglichst schnell zurück nach Deutschland will, um die Vergangenheit ruhen zu lassen, macht sich Maria in Buenos Aires auf die Suche nach ihrer argentinischen Familie. Doch als sie diese findet, erfährt sie, dass sie damals von ihren späteren Adoptiveltern entführt und versteckt wurde. Bis zuletzt kämpft der entthronte Vater um die Liebe seines Kindes, die entwurzelte Tochter bis zuletzt um die Wahrheit ihrer eigentlichen Identität.

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Und am 23.5. um 19.30h: Bottled Life

Bottled Life

Urs Schnell
Bottled Life
CH/D 2012, 130 min.

Wem gehört das Wasser auf unserem Planeten? Diese Frage bildet die zentrale Antriebskraft für den Dokumentarfilm „Bottled Life“ des Schweizer Regisseurs Urs Schnell. Wie die kommerzielle Verwertung des Lebensmittels Wasser funktioniert, wie abgepacktes Wasser zum Lifestyle-Produkt für gehobene Käuferschichten stilisiert wird, zeigen Schnell und der Zürcher TV-Journalist Res Gehriger am Beispiel des Schweizer Unternehmens Nestlé. Der weltgrößte Lebensmittelkonzern besitzt weltweit mehr als 70 Wassermarken wie Perrier, San Pellegrino und Vittel. Allein mit „Bottled Water“ setzt Nestlé jährlich rund zehn Milliarden Schweizer Franken um. Auf den Erkundungsreisen erarbeiteten die Filmemacher zum Teil frappierende Erkenntnisse. Etwa wie Nestlé in den USA hohe Profitmargen aus dem Durst der Amerikaner auf reines Quellwasser schlägt. Im Bundesstaat Maine pumpt die Tochterfirma Poland Spring, die meistverkaufte  Quellwassermarke der USA, für zehn Dollar einen Lastwagen voll mit Quellwasser, das abgefüllt in Flaschen für zigtausend Dollar verkauft wird. Noch perfider allerdings ist der Marketingfeldzug für die neue Marke „Pure Life“, die für Entwicklungsländer konzipiert wurde. Schon die behauptete Reinheit ist eine raffinierte PR-Pille, handelt es sich doch um gereinigtes Grundwasser mit zugesetztem Mineralienmix. „Pure Life“ ist das meistverkaufte Flaschenwasser der Welt – mit zweistelligen Zuwachsraten. Ein Experte bringt es im Testmarkt Pakistan auf den Punkt: Für viele Jugendliche ist es modisch, mit „Pure Life“-Flaschen in der Hand herumzulaufen. Die Filmemacher haben soviel über die Machenschaften des Konzerns herausgefunden, um das Publikum zu lebhaften Diskussionen anzuregen.

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