DOK am Dienstag, 02. April um 19.30 Uhr: „Anselm-Das Rauschen der Zeit“

Regie: Wim Wenders, D 2023, 93 Min. 

-Ein poetischer Blick des Regisseurs Wim Wenders auf die Werke und Gedanken seines Freundes Anselm Kiefers-

Wim Wenders beleuchtet das Werk des Künstlers Anselm Kiefer und enthüllt seinen Lebensweg, seine Inspirationen, seinen kreativen Prozess und seine Faszination für Mythos und Geschichte. Vergangenheit und Gegenwart werden miteinander verwoben, um die Grenze zwischen Film und Malerei zu verwischen, sodass man vollständig in die Welt eines der größten zeitgenössischen Künstler eintauchen kann. Über zwei Jahre hinweg hat Wenders für diesen Film mit Kiefer und seiner Kunst verbracht. Besucht werden auch die Schaffensorte des Künstlers, der in Deutschland geboren wurde und sich im Laufe seiner fünfzigjährigen Karriere schließlich in Frankreich niedergelassen hat.

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Dienstag, 26. März um 19.30 Uhr: „Mein fabelhaftes Verbrechen“

Regie: François Ozon, F 2023, 104 Min.

-Feministische Krimikomödie mit Isabelle Huppert-

Paris in den 1930er-Jahren: Die junge und attraktive Madeleine Verdier ist eine mittellose und talentfreie Schauspielerin. Als sie des Mordes an einem berühmten Theaterproduzenten beschuldigt wird, erhält sie Unterstützung von ihrer besten Freundin Pauline. Der gleichaltrigen, arbeitslosen Anwältin gelingt es, dass Madeleine, die eigentlich unschuldig ist, aufgrund von Notwehr freigesprochen wird. Ihr neues Leben voller Ruhm und Erfolg beginnt in Gefahr zu geraten, als die Wahrheit ans Licht kommt. So behauptet Odette Chaumette, ein früherer Filmstar aus der Stummfilmzeit, das Verbrechen begangen zu haben. Sie besteht darauf, dass Madeleine ihr das „gestohlene“ Verbrechen zurückgibt. Nach „8 Frauen“ und „Das Schmuckstück“ ist „Mein fabelhaftes Verbrechen“ der dritte und letzte Teil in François Ozons Trilogie über den Status von Frauen in einer männerdominierten Welt. Der neueste Film beruht auf dem Boulevardtheaterstück „Mon Crime“ von 1934.

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Dienstag, 12. März um 19.30 Uhr: „ELAHA“

Zum Internationalen Frauentag in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Husum

Regie: Milena Aboyan, D 2023, 110 Min.

-Ein berührender Film, der mit einem der größten Mythen des Patriarchats aufräumt. Blick in eine archaische Welt mitten in Deutschland-

Das Kinodebüt der Regisseurin Milena Aboyan ELAHA feierte seine Weltpremiere auf der Berlinale. „Die Geschichte der Sexualität der Frauen ist eine Geschichte männlicher Deutungshoheit über den weiblichen Körper“, so Regisseurin Milena Aboyan. „ELAHA ist eine Geschichte über eine ungezähmte Frau, die stellvertretend für viele Frauen steht, die sich verpflichtet haben, niemals leise zu sein.“
Wenn Elaha in zwei Monaten heiratet, muss sie Jungfrau sein. Doch das ist sie nicht mehr. Mit zunehmender Verzweiflung lotet die Deutschkurdin ihre Optionen aus. Die Wahrheit zu sagen, kommt nicht in Frage. Das würde die Ehre ihrer Familie beschmutzen. Eine Rekonstruktion des Jungfernhäutchens kostet 3000 Euro. So viel Geld hat die 22-Jährige nicht. Regisseurin und Co-Drehbuchautorin Milena Aboyan ist selbst jesidische Kurdin. Für sie steht der Konflikt um die Jungfräulichkeit stellvertretend für die Herrschaft des Patriarchats über den weiblichen Körper. Mit „Elaha“ leistet Milena Aboyan einen Beitrag, um mit diesem weltweit verbreiteten Mythos aufzuräumen.

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DOK am Dienstag, 05. März um 19.30 Uhr: „Anne-Sophie Mutter-Vivace“

Regie: Sigrid Faltin, D 2023, 91 Min.

-Zum 60. Geburtstag der Stargeigerin-

In Wehr, zwischen Hochrhein und Schwarzwald aufgewachsen, wurde Anne-Sophie Mutter im Alter von erst 13 Jahren vom Stardirigenten Herbert von Karajan entdeckt. Es folgte eine beispiellose Weltkarriere. Fragen zu ihrem Privatleben mag Anne-Sophie Mutter nicht. Um die Ausnahmekünstlerin aus der Reserve zu locken, hatte die Filmemacherin Sigrid Faltin die Idee, die Geigerin mit ihr vertrauten oder für sie spannenden Menschen ins Gespräch zu bringen, um so mehr über eine der größten Musikerinnen der Gegenwart zu erfahren. Verknüpft mit Archivmaterial aus fünf Jahrzehnten ist ein facettenreiches Portrait einer Ausnahmekünstlerin entstanden.

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Dienstag, 27. Februar um 19.30 Uhr: „Jeanne du Barry-die Favoritin des Königs“

Regie: Maïwenn Le Besco, F, Bel 2023, 117 Min.

Jeanne Vaubernier, ein einfaches Mädchen aus dem Volk, das nach sozialem Aufstieg strebt, nutzt ihre Reize, um auf der gesellschaftlichen Leiter immer weiter nach oben zu klettern. Ihr Geliebter, Graf Du Barry, der durch Jeannes lukrative Galanterien zu beachtlich großem Reichtum gelangt, möchte sie schließlich dem König Frankreichs vorstellen. Er organisiert also das Treffen durch das vermittlerische Geschick des einflussreichen Herzogs Richelieu. Die Begegnung übertrifft allseitig die Erwartungen: Zwischen Ludwig XV. und Jeanne ist es Liebe auf den ersten Blick. Mit der Kurtisane findet der König seine Lebenslust wieder – so sehr, dass er nicht mehr auf sie verzichten kann und beschließt, sie zu seiner offiziellen Favoritin zu machen. Ein Skandal, denn offenbar niemand will ein Straßenmädchen wie Jeanne am Hof von Versailles haben. Leinwandcomeback von Jonny Depp.

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Dienstag, 20. Februar um 19.30 Uhr: „Tagebuch einer Verlorenen“-Filmkonzert mit Häwelmon

Regie: Georg Wilhelm Pabst, Stummfilm D 1929, 109 min.

in Zusammenarbeit mit 5plus1 e.V.: Schicksalsdrama als vollendete Filmkunst mit Live-Musikbegleitung: Jazz -Trio „Häwelmon” (Ralf Kukowski, piano/Matthias Tonder, bass/Lars Pietsch, drums)

Nach Verführung, Schwangerschaft und Besserungsanstalt flüchtet  die junge Thymian (Louise Brooks) in ein Bordell, wo sie schließlich durch Heirat in die bessere Gesellschaft aufsteigt. Als geachtete Gattin eines Grafen wirkt sie dann für die Rettung gefährdeter Mädchen. Pabst, der mit dem US-Star Brooks zuvor „Die Büchse der Pandora“ drehte, bezieht sich auf den Roman „Tagebuch einer Verlorenen“ der Schriftstellerin Margarete Böhme und setzt mit diesem filmischen Meisterwerk inhaltlich eigene Akzente.
Als die Autorin Margarete Böhme (1867-1939), welche in Husum als Wilhelmine Margarete Susanna Feddersen geboren wurde, 1905 ihren Roman „Tagebuch einer Verlorenen“ veröffentlicht, richtet sie einen sozialkritischen Blick auf die
wilhelminische Kaiserzeit. Mit der gewählten literarischen Form eines Tagebuchs lässt sie eine Frau ihr persönliches Schicksal erzählen und erweckt damit ein höchstes Maß an Authentizität. Dieser Roman wird zum gesellschaftlichen Ereignis. Mit  einer Gesamtauflage von 1,2 Millionen Exemplaren und übersetzt in 14 Sprachen war dieser Roman nach Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues” der seinerzeit erfolgreichste.

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