Und am 10.07.18 um 19.30 Uhr „The lady in the van“

GB 2015, 104 Min. – Tragikomödie nach dem gleichnamigen

Theaterstück von Alan Bennett mit einer brillianten Maggie Smith

The Lady in the Van erzählt die wahre Geschichte von Alan Bennetts angespannter Freundschaft mit Mary Shepherd (großartige gespielt von Maggie Smith), einer exzentrischen obdachlosen Frau, mit der sich der Schriftsteller Bennett (Alex Jennings) in den 1970er Jahren anfreundet und der er später erlaubt, ihren Bedford Lieferwagen vorübergehend in der Einfahrt seines Hauses in Camden abzustellen. 

Sie bleibt dort 15 Jahre. Dass diese Jahre nicht immer einfach sind, liegt auf der Hand, denn die Dame ist äußerst eigenwillig, bringt einen Haufen Müll mit und riecht recht unangenehm. Daher sind die Nachbarn anfänglich wenig begeistert von dem Dauergast, aber schon bald schließen sie die sonderbare Lady, die allerlei Überraschungen bereithält, in ihre Herzen.

Laut Produktionsnotizen wurde der Film in der wirklichen Straße und im wirklichen Haus von Alan Bennett gedreht, am Ende, nach einem Sprung in die Gegenwart, gerät dabei das Filmteam ins Bild und der wirkliche Alan Bennett kommt hinzu, bevor der Film zeigt, wie an dem Haus eine Plakette in Erinnerung an Miss Shepherd angebracht wird.

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Und am 26.06.18 um 19.30 Uhr: Aus unerfindlichen Gründen


Gábor Reisz, H 2014, 90 Min. – heiter-melancholischer Debutfilm zwischen Liebeskummer und Zukunftsangst

Aron ist knapp 30, hat aber noch immer keinen Plan. So etwas ist heutzutage eigentlich nichts Ungewöhnliches mehr. Doch Aron ist in dieser Hinsicht noch etwas seltsamer als gewöhnlich.

Er zelebriert seine Orientierungslosigkeit mit einer unglaublichen Akribie.

Eine überbordende Fülle solcher schrägen Beobachtungen und Stilbrüche fügt Gábor Reisz in seinem kurzweiligen Debüt zu einem harmonischen Ganzen.

„Dieser Stilmix ist aus einem Guss: Mit seinem leisen Film über einen verträumten Loser im modernen Budapest gelingt ein großer Wurf. Ein genialer Generationen-Blues im heutigen Budapest.” (Deutscher Filmdienst)

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Und am 12.06.18 um 19.30 Uhr: Loving Vincent

Dorota Kobiela, Hugh Welchman… und mehr als hundert Künstlerinnen und Künstler PL/GB 2017, 95 Min. – fiktive Detektivgeschichte um den Tod des Künstlers als spektakulärer Animationsfilm in der einzigartigen Maltechnik von Vincent van Gogh

In Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Husum e.V.

Bis heute sind die näheren Umstände des Todes von Vincent van Gogh ungeklärt. War es tatsächlich Selbstmord? Die Geschichte von „Loving Vincent” beginnt nach seinem Tod im Jahr 1890. Der junge Armand Roulin, dessen Vater mit van Gogh eng befreundet war, erhält eine schwere Aufgabe: Er soll van Goghs jüngeren Bruder Theo finden und den letzten Brief des Künstlers zustellen. Seine Recherche bringt ihn mit unterschiedlichen Menschen in Kontakt, die Modell für van Gogh gestanden hatten.

Diese Künstlerbiografie ist eine Sensation: Die beiden Filmemacher erweckten die weltberühmten Bilder des Künstlers sprichwörtlich zum Leben – es ist der erste komplett gemalte Animationsfilm. Mehr als 100 Künstlerinnen und Künstler haben in jahrelanger Handarbeit 65.000 Bilder (!) im Stil van Goghs angefertigt. Gedreht wurde der Film erst mit Schauspielern vor einem sog. Greenscreen. Danach wurde Bild für Bild in ein animiertes Kunstwerk verwandelt.

Ein visuell außergewöhnliches Kinoereignis.

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Und am 26.05.18 um 22.15 Uhr: Wenn die Gondeln Trauer tragen

Spätvorstellung am Sonnabend

Nicolas Roeg, I/GB 1973, 105 Min. – subtiler Gruselthriller mit eindringlich komponierten Bildern aus der Lagunenstadt – herausragend besetzt mit  Julie Christie und Donald Sutherland

Nach dem Unfall-Tod ihrer Tochter zieht es John und Laura Baxter nach Venedig, wo John die Restauration einer alten Kirche organisiert. Die Stadt wird gerade von einer Mordserie überschattet – da trifft Laura auf zwei mysteriöse Frauen, von denen eine ein Medium ist und die Anwesenheit der toten Tochter spürt: „Don’t Look Now!“…

 

Mit sorgfältig komponierten Bildern, einer grellen Farbdrama­­­­­­­­­turgie, rasanten Schnitten, raffinierten Andeutungen und genau kalkulierten Wiederholungen gestaltete Nicolas Roeg einen subtilen, geradezu poetischen Horrorfilm mit mysteriöser Symbolik. Für viele Cineasten gehört dieses Meisterwerk zu den bedeutensten Filmen der Geschichte.

Nicolas Roeg (von dem auch der legendäre „Der Mann, der vom Himmel fiel” mit David Bowie stammt) gilt als einer der besten Regisseure der Independent-Szene. Bereits als Kameramann arbeitete der Brite Roeg für einige der bedeutendsten Regisseure ihrer Zeit, so für Fred Zinnemann, Richard Lester, John Schlesinger und François Truffaut (Fahrenheit 451 ). Als lichtsetzender Kameramann war er an Lawrence von Arabien (David Lean) beteiligt.

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Und am 22.05.18 um 19.30 Uhr: Das Schwein von Gaza

Otto Preminger USA 1960, 208 Min. – Monumentalfilm nach Leon Uris um die Teilung Palästinas 1947 – mit Paul Newman und Eva Marie Saint

Das Schwein von Gaza

Themenreihe „Zur Gründung des Staates Israel”

 

Wenigstens in einem Punkt sind sich Palästinenser und Israelis einig: Schweine gelten als unreine Tiere.

Was aber, wenn ein arg gebeutelter palästinensischer Fischer ausgerechnet ein Schwein in seinem Netz findet und versucht das arme Tier gewinnbringend loszuwerden?

„Der Regisseur bedient sich freimütig aus Bibel sowie Filmgeschichte und dekliniert alle möglichen Spielarten des israelisch-palästinensischen Konflikts durch, ohne vor politisch unkorrekten Witzen über die Absurditäten dieses Konflikts zurückzuscheuen. So gelingt ihm eine schwarzhumorige, hintersinnige Tragikomödie.“(Lexikon des Internationalen Films)

 

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Und am 08.05.18 um 19.30 Uhr: Exodus


Otto Preminger USA 1960, 208 Min. – Monumentalfilm nach Leon Uris um die Teilung Palästinas 1947 – mit Paul Newman und Eva Marie Saint

Exodus

Themenreihe „Zur Gründung des Staates Israel””

 

Der Film beginnt mit Bildern, die hochaktuell sind: Menschen auf der Flucht auf überfüllten Schiffen.

Hintergrund sind die politischen Machtspiele um das Ende des britischen Mandats in Palästina und die Teilungspläne der UN. Damit beginnt auch der Kampf um die Gebiete und Jerusalem, der bis heute anhält.

Der Film endet mit einer flammenden Trauerrede, bei der der Tag beschworen wird, „an dem Araber und Juden in Frieden zusammen leben werden…”

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