Und am 24.04. 18 um 19.30: Wer die Nachtigall stört

Robert Mulligan USA 1962, 129 Min. – oscarprämiertes Meisterwerk nach dem gleichnamigen Roman von Harper Lee

Wer die Nachtigall stört

Klassiker zur Themenreihe „Rassismus in den USA”

Alabama in den 1930er Jahren. Wohl behütet wächst Jean Louise „Scout” Finch (Mary Badham) gemeinsam mit ihrem Bruder Jem bei Rechtsanwalt Atticus Finch (Gregory Peck) auf. Ihre Kindheit ist eigentlich glücklich, da Atticus nach dem frühen Tod seiner Frau sich liebevoll ganz seinen Kindern widmet und ihnen liberale Werte vorlebt.

Doch das gesellschaftliche Klima ist in den Südstaaten von tiefem Rassenhass geprägt, was bald auch die Kinder zu spüren bekommen. Atticus übernimmt das Mandat für den Farbigen Tom Robinson. Der soll die Tochter eines Bauern vergewaltigt haben, beteuert aber nachdrücklich seine Unschuld.

Robert Mulligans Film war ein entschiedener Appell gegen jede Form der Rassentrennung.

 

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Und am 10.04. 18 um 19.30h: Meine glückliche Familie

Nana Ekvtimishvili und Simon Groß GE/D 2016, 120 Min.

Meine glückliche Familie

mit ruhiger Bestimmtheit vollzieht eine Lehrerin den Ausbruch aus patriarchalischen Strukturen

An ihrem 52. Geburtstag wird der Literaturlehrerin Manana (Ia Shugliashvili) klar, wie unbefriedigend ihre Situation ist. In einer kleinen Familienwohnung lebt sie zusammen mit drei Generationen. Ständig wird sie in Anspruch genommen, doch was sie möchte, danach fragt keiner.

Kurzerhand entschließt sie sich zu einer friedlichen Revolution – sie zieht aus!
Eine Erklärung dafür bleibt sie schuldig – die Familie ist schockiert.
Was sollen die Leute sagen? Mananas Bruder droht ihr unverhohlen.

Doch sie verteidigt ihre persönliche Emanzipation – und in ihrer neuen Wohnung kann Manana endlich durchatmen, zum ersten Mal in ihrem Leben ist sie allein – und glücklich.

Mit sanftem Humor erzählt der Film von einer Frau, die mit ruhiger Bestimmtheit gegen eine patriarchalisch geprägte Großfamilie für ihre Selbstbestimmung und ihr Glück kämpft.

Virginia Woolfs revolutionäre Idee des „eigenen Zimmers” ist spätestens mit diesem Film auch in Georgien angekommen.

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Und am 31.03. 18 um 22.15h: Live by Night

Ben Affleck USA 2016, 129 Min.

Live by Night

Sittengemälde Amerikas während der Prohibition – klassische Gangsterstory aus Hollywood

22.15 Uhr Spätvorstellung am Sonnabend

Regie, Hauptdarsteller und Produ-
zent in einer Person: Ben Affleck.

Das Drehbuch zum Film basiert auf dem 2012 erschienenen Roman „In der Nacht” (Originaltitel: „Live by Night”) von Autor Dennis Lehane. Andere Romane Lehanes dienten bereits für Filme wie Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel (2007)
und Shutter Island (2010) als Literaturvorlagen.

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Und am 27.03. 18 um 19.30h: The Square

Ruben Östlund SWE/D/F/DK 2017, 142 Min.
The Square

hochgelobt (Goldene Palme in Cannes) oder verrissen: Ein kontroverser Film über Alphatiere,
Lebenstäuschungen und ein bitterböser Blick auf den Kunstbetrieb

Was macht einen guten Menschen aus? Worte oder Taten? In dieser Gesellschaftssatire von Ruben Östlund („Höhere Gewalt” 2014), die beim diesjährigen Festival von Cannes die Goldenen Palme erhielt, seziert der Regisseur mit schonungslosem Blick erneut gesellschaftliche Strukturen.
Im Mikrokosmos des Stockholmer Kunstbetriebs hinterfragt er die Kluft zwischen Arm und Reich, unsere alltägliche Scheinheiligkeit und Eitelkeiten.
Der Film ist eine beißende Gesellschaftsanalyse, die schon beim bloßen Zuschauen schmerzt.
Wie vereinbart man heutzutage angesichts wachsender Ungleichheit einen politisch korrekten Anspruch mit einem Leben im Wohlstand?

Der eitle Protagonist Christian – in seinem Selbstverständnis ein aufgeklärter, moderater Linker – ist natürlich pro Feminismus, aber ein Schürzenjäger, pro soziale Gerechtigkeit, aber lebt in einem Viertel für Reiche. Behandelt er die Bettlerin, der er ein Sandwich kauft, herablassend oder solidarisch?
Allein der Unterschied zwischen Worten und Taten zählt am Ende des Tages.
Mit Überzeichnung und Humor stellt der Film essenzielle Fragen, provoziert und unterhält auf intelligente Weise.

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Und am 20.03. 18 um 19.30h: Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen

Mélanie Laurent und Cyril Dion, F 2015, 120 Min.

Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen

Sondervorstellung – In Kooperation mit dem Kirchenkreis Nordfriesland zum Jahresthema 2018:
„Guten Morgen! Aufgeweckt die Schöpfung gestalten“

Achtung! Nachfolgeveranstaltung „Tomorrow in NF“ am 3. April 2018, 19.30 Uhr Kulturkeller, Schlossgang 9, mit aktuellen Informationen über: „Der Kreis Nordfriesland auf dem Weg zum klimafreundlichsten Kreis in Deutschland”

Was wäre, wenn es ein Rezept gäbe, unsere Welt zu retten? Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte?
Als die Schauspielerin Mélanie Laurent und der Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift „Nature“ eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten
40 Jahren voraussagt, wollen sie sich damit nicht abfinden. Also sprechen sie mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen.
Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Sympathisch-aufrüttelnde Dokumentation aus Frankreich, die eine Handvoll nachhaltiger ökologischer und ökonomischer Bürgerprojekte auf der Welt vorstellt.
Die Filmemacher erhielten dafür 2016 den César für den besten Dokumentarfilm. Anstatt lediglich Auswirkungen von Umweltzerstörungen, ungebremster Globalisierung und Kasinokapitalismus zu dokumentieren, zeigt der Film konkrete Lösungsansätze, die dem Einzelnen, der Politik und der Wirtschaft Mut machen, das Handlungsruder radikal herumzureißen, um nachfolgenden Generationen die Bewohnbarkeit unseres Planeten zu ermöglichen.
Ein Abend, an dem das Publikum auch die Entwicklung in Nordfriesland betrachten kann.

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Und am 13.03. 18 um 19.30h: Die göttliche Ordnung

Petra Volpe, D 2016, 96 Min.

Die göttliche Ordnung

der Kampf ums Frauenwahlrecht in der Schweiz: „Nur putzen und Socken waschen ist zu langweilig”

Zum internationalen Frauentag am 8. März

Schweiz, 1971: Nora (Marie Leuenberger) ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann (Max Simonischek), den zwei Söhnen und dem missmutigen Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf im Appenzell lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren. Die Dorf- und Familienordnung gerät jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen, über dessen Einführung die Männer abstimmen sollen.
Von ihren politischen Ambitionen werden auch die anderen Frauen angesteckt und proben gemeinsam den Aufstand.
Beherzt kämpfen die züchtigen Dorfdamen bald nicht nur für ihre gesellschaftliche Gleichberechtigung, sondern auch gegen eine verstaubte Sexualmoral. Doch in der aufgeladenen Stimmung drohen Noras Familie und die ganze Gemeinschaft zu zerbrechen.
Wie dabei die vermeintlich „göttliche Ordnung” durcheinandergerät, wie die Frauen protestieren, streiken und schließlich das Wahlrecht erkämpfen, davon erzählt Petra Volpes Komödie. Sie hat auch das Drehbuch geschrieben – ein kluges Skript, das oft in Richtung Satire ausschlägt, auch manchmal ins Märchenhafte, aber immer wieder zu einem feinen ironischen Ton zurückfindet.

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