Und am 21.12. um 19.30h: Kurzfilmrolle aus Schweden

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Am 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres, wird der KURZFILMTAG seit 2012 gefeiert. Er ist inspiriert von der französischen Version „Le Jour Le Plus Court“, die ihre Premiere 2011 erlebte. Inzwischen feiern auch viele andere Länder den KURZFILMTAG. Zwischen Husum in Schleswig-Holstein und dem bayrischen Holzkirchen werden an diesem Datum in allen Bundesländern kurze Filme laufen. 2016 waren es 200 Veranstaltungen in mehr als 100 Städten.
Zum 3. Mal ist auch der Filmklub mit von der Partie und zeigt diesmal eine Kurzfilmrolle aus Schweden!
Plattform Sweden versammelt sechs herausragende Kurzfilme aus Schweden, allesamt Streuner im Grenzgebiet zwischen Fiktion und Dokumentarischem. Mit dabei sind vier Arbeiten der Plattform Produktion, von denen jeder 2016 seine Premiere auf einem A-Festival (Berlinale, Cannes und TIFF) feierte. Außerdem mit dabei ist der Teddy Award Gewinner 2016 der Berlinale “Moms on Fire” von Joanna Rytel und on Top noch der Gewinnerfilm der Berlinale 2010 “Zwischenfall vor einer Bank” von Ruben Östlund.

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Und am 12.12. um 19.30h: Ich, Daniel Blake

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Ken Loach
Ich, Daniel Blake
GB 2016, 100 Min.

Ken Loach bleibt seiner kritischen Haltung treu: Wieder geht es um das arbeitende Individuum, das im Dschungel von Arbeitslosigkeit, Sozialkürzungen und den damit einhergehenden  Demütigungen seine Würde wahren muss. Hier klagt Loach vor allem die Unflexibilität, Bürokratie und Schikanen der Arbeitsämter an.
Der Endfünfziger Daniel Blake (Dave Johns) hat sein Leben lang gerackert und verfügt über ein eisernes Arbeitsethos. Umso mehr schmerzt es den Handwerker aus Newcastle, dass er wegen Herzproblemen nicht mehr arbeiten kann – der Arzt hat es ihm schwarz auf weiß attestiert. Doch das Arbeitsamt pflegt eine andere Interpretation der Lage und so muss sich Daniel einem ebenso unsinnigen wie unwürdigen Verhör für einen Fragebogen unterziehen. Das Fazit des Arbeitsamts lautet: arbeitsfähig – die Sozialhilfe wird ihm gekürzt. Doch Daniel gibt nicht auf und versucht, sich zu wehren. Kraft gibt ihm die junge zweifache Mutter Katie, die ebenfalls einen Kampf mit den Sozialbehörden austrägt. Daniel und Katie helfen sich gegenseitig, er unterstützt sie, wo er kann. Doch sein eigenes Anliegen kommt nicht voran und auch seine Gesundheit bessert sich nicht …
Loach inszeniert mit gewohntem Realismus und authentisch wirkenden Darstellerinnen und Darstellern.

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Und am 28.11. um 19.30h: Cahier Africain

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Heidi Specogna
Cahier Africain (OF mit deutschen Untertiteln)
CH/D 2016, 119 Min.

Am Anfang stand ein Schulheft. Dieses afrikanische Heft – „Cahier Africain“ – war für die Schweizer Filmemacherin Heidi Specogna Ausgangspunkt  des gleichnamigen Dokumentarfilms. Anstelle von Vokabeln füllten sich seine Seiten mit den Zeugenaussagen von 300 zentralafrikanischen Frauen, Mädchen und Männern. Sie offenbaren, was ihnen von Oktober 2002 bis März 2003 im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen von kongolesischen Söldnern angetan worden war. Inmitten der Versuche den schwierigen Alltag zu meistern – und während in Den Haag noch die juristische Aufarbeitung der letzten Kriegsverbrechen in Gange ist – bricht der nächste Krieg aus. Cahier Africain ist eine Langzeitbeobachtung und erlebt an der Seite der Protagonisten den gnadenlosen Strudel von Gewalt.
Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) verlieh Cahier Africain 2016 das „Prädikat besonders  wertvoll“: „CAHIER AFRICAIN – eine immens wichtige Dokumentation. Ein klug reflektiertes Stück Zeitgeschichte. Und ein bewegender Film.“

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Und am 14.11. um 19.30h: In der Hitze der Nacht

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Norman Jewison
In der Hitze der Nacht
USA 1967, 109 Min.

Als in der Kleinstadt Sparta im Bundesstaat  Mississippi der reiche Investor Colbert ermordet aufgefunden wird, glaubt der Polizeichef Gillespie (Rod Steiger) schnell, den Schuldigen gefunden zu haben. Schon kurz nach dem Mord nimmt Officer Wood den Schwarzen Virgil Tibbs (Sidney Poitier), der auf der Durchreise ist und lediglich auf seinen Anschlusszug wartet, am Bahnhof fest. Ohne ihn zu befragen und ohne jeden Hinweis auf einen Verdacht wird Tibbs allein wegen seiner Hautfarbe auf die Polizeiwache gebracht und dem Polizeichef als Täter präsentiert. Als sich herausstellt, dass Tibbs Mitarbeiter der Mordkommission Philadelphias ist und sein Chef am Telefon anregt, den Ermittlern vor Ort unter die Arme zu greifen, kommt es zu einer Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Chef der örtlichen Polizei. Die ist jedoch geprägt von Vorbehalten und  gegenseitigem Misstrauen. Polizeichef Gillespie kann seine rassistische Grundhaltung meist nicht verbergen und fällt bei jedem Streit mit Tibbs in sein gewohntes Handlungsmuster gegenüber Schwarzen zurück. Und doch lernt er im Verlauf der Ermittlung immer mehr Tibbs’ Arbeit zu schätzen und seine Qualitäten zu respektieren.
Der Film war 1968 für sieben Oscars nominiert und gewann ihn in fünf Kategorien: in den Kategorien Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Rod Steiger), Bester Schnitt, Bester Ton und Bestes Drehbuch.

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Und am 12.11. um 18.00h: I am not your negro

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Raoul Peck
I Am Not Your Negro
F/USA/B/CH 2016, 95 Min.

Raoul Pecks Dokumentarfilm rekonstruiert das unfertige Manuskript des 1987 verstorbenen afroamerikanischen Schriftstellers James Baldwin mit dem Titel „Remember This House“: eine schonungslose Abhandlung über den weißen  Rassismus in den USA, erzählt ausschließlich mit den Worten Baldwins.  Dabei greift er auf seine Erinnerung an seine Freunde und Bürgerrechtsaktivisten Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King zurück und eröffnet eine einmalige Sichtweise auf die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung in den USA. Es ist der Blick eines Insiders und Zeitzeugen, kritisch und persönlich und angesichts der jüngsten Vorfälle in Ferguson, Baltimore usw. und des erneuten Anstiegs der Gewalt gegen Afroamerikaner besonders bedeutsam. Anhand von Archivbildern, Filmausschnitten und aktuellen Aufnahmen erzählt der Film in Baldwins Worten von der „Geschichte der Gewalt“, die vielen das Leben kostete und von der Entstehung einer eigenen afroamerikanischen Identität. Eine aufrüttelnde Reise durch die US-amerikanische Geschichte, mit der Baldwin und Peck das Selbstverständnis der amerikanischen Gesellschaft in Frage stellen.

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Und am 4.11. um 22:15h: 2001

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Stanley Kubrick
2001 – Odyssee im Weltraum
UK/USA 1968, 143 Min.

Kubricks Meisterwerk zählt für viele zu einem der besten der Filmgeschichte. Das Publikum wird auf eine visuelle und auditive Erlebnisreise mitgenommen. Der Versuch diesen Film in allen Facetten zu erklären, würde ihn entzaubern. Der Film wartet mit einem der irrwitzigsten Schnitte der Filmgeschichte auf: mit nur einem Cut überspringt er 300.000 Jahre Menschheitsentwicklung. „Kubricks fantastisches Abenteuer vereint technische Utopie und kulturphilosophische Spekulation zu einer Weltraumoper von überwältigendem Ausmaß. Der kühne gedankliche Entwurf des Films wird mit nicht minder kühnen optischen Effekten und einer (damals) revolutionären Tricktechnik realisiert, die das Genre Science Fiction in den darauffolgenden Jahren entscheidend prägten.“
(tlw. entnommen: Lexikon des internationalen Films)

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