Und am 12.7. um 19.30h: Trumbo

Jay Roach
Trumbo
USA 2015, 128 min.

In den 1940er Jahren führt der erfolgreiche Drehbuchautor Dalton Trumbo in Amerika mit seiner Familie ein Leben wie aus dem Bilderbuch. Seine Arbeiten an Filmen wie „Johnny Got His Gun“ (1939), dem populärsten Antikriegsfilm seiner Zeit, oder die Gesellschaftskritik „Fräulein Kitty“ (1940) werden so erfolgreich, dass er zu den bestbezahltesten Drehbuchautoren Hollywoods gehört. Doch als während der McCarthy-Ära die antikommunistische Hysterie ausbricht, gerät er als Mitglied der Kommunistischen Partei natürlich ins Visier der Kommunistenjäger. Als er sich darüber hinaus auch noch weigert, vor dem „Komitee für unamerikanische Umtriebe“, dem HUAC (=Original House Committee on Un-American Activities), auszusagen und stattdessen lautstark verkündet, dass die gesamte Veranstaltung gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten verstoße, wird er verhaftet und für elf Monate ins Gefängnis gesteckt. Zudem landet er auf der berüchtigten inoffiziellen „Blacklist“ Hollywoods – was einem Berufsverbot  gleichkommt. Doch statt sich unterkriegen zu lassen, ficht er mit der amerikanischen Regierung einen Kampf um die Freiheit aus. Unter Verwendung von Pseudonymen und einem System von Strohmännern setzt er seine Arbeit fort und bleibt als Autor weiterhin begehrt. Stanley Kubricks “Spartacus” und “Exodus” von Otto Preminger waren die ersten Filme, in denen der Name Dalton Trumbo wieder offiziell auftauchte – 1975 wurde das Komitee für unamerikanische Umtriebe aufgelöst.

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Filmprogramm 2016/2

Das Filmprogramm für die zweite Hälfte von 2016 ist jetzt online.

Und kann als pdf angesehen werden:

filmklubprogramm_2016_2

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Und am 28.6. um 19:30h: My Stuff

My Stuff

Petri Luukkainen
My Stuff – Was brauchst du wirklich?
Finnland 2013, 80 min.

Petri ist Mitte 20, als seine Freundin ihn verlässt. Er tröstet sich, indem er seine Kreditkarte zum Glühen bringt. Er kauft und kauft und kauft. Glücklicher wird er dadurch nicht. Petri steckt tief in einer echten Existenzkrise, als er sich entscheidet, ein Selbstexperiment zu starten: Er packt alles, was er besitzt, in ein Lager und legt klare Regeln fest:
1. Das Experiment dauert ein Jahr.
2. Jeden Tag darf er einen Gegenstand aus dem
Lager zurückholen.
3. Neue Dinge kaufen darf er in dieser Zeit nicht.
Petris neues Leben beginnt damit nackt in einem leeren Apartment. Die Uhr tickt, er wartet auf Mitternacht, wenn er den ersten Gegenstand aus dem Lager holen darf. Und als Petri losläuft durch eine bitterkalte Januarnacht in Helsinki, nur bekleidet mit einer Zeitung aus dem Müllcontainer, kann er die Herausforderungen nur erahnen, die sich ihm in diesem Jahr stellen werden. Was wirklich wichtig ist im Leben. Humorvoll und wundervoll leicht erzählt, hält dieser Film uns einen Spiegel vor.

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Und am 22.6. um 19.30h: Nader + Simin – eine Trennung

Asghar Farhadi
Nader + Simin – eine Trennung
Iran, 2011

Der Filmclub Husum zeigt im Rahmen der Flüchtlingswoche den Film von Asghar Farhadi, der bei der Berlinale 2011 gewann. Krimi und Ehedrama zugleich, erzählt er von Krankheit und Vater-Tochter-Beziehung und thematisiert das Leben unter dem iranischen Regime. Ein Ehepaar will seine iranische Heimat verlassen. Doch Nader bringt es nicht übers Herz, seinen an Alzheimer erkrankten Vater zurückzulassen. Seine enttäuschte Frau Simin reicht die Scheidung ein und lässt Nader und ihre Tochter Termeh mit dem dementen Greis zurück. Der nunmehr alleinerziehende Vater engagiert die schwangere Razieh, um ihm bei der Pfl ege seines Vaters unter die Arme zu greifen. Als er seinen Vater wenig später ohnmächtig und ans Bett gefesselt vorfindet, kommt es zur Katastrophe …

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Und am 14.6. um 19.30h: Die Kraniche ziehen

Quand passent les cigognes

Mikhail Kalatozov
Die Kraniche ziehen
UdSSR 1957, 95 min.

Zum ersten Mal im sowjetischen Kino stand auch das individuelle Leid der Einzelschicksale, das Krieg verursacht, im Mittelpunkt eines russischen Films. Damals eine kleine Sensation, dass ein sowjetischer Film 1957 die Goldene Palme von Cannes
erhielt.

Die Liebe zwischen Veronica und Boris wird durch den Einmarsch deutscher Truppen zerrissen: Boris muss in den Krieg ziehen, sein Bruder nutzt ihren Schmerz und verführt sie. Mit Folgen – sie muss ihn heiraten und versucht aber trotz aller Schicksalsschläge ins Leben zurückzufinden. Es war einer der ganz seltenen auch international erfolgreichen sowjetischen Filme der 50er Jahre. Ein Grund dafür war sicher die herausragende Kameraarbeit, die unmittelbar an die expressive Bildsprache des sowjetischen Stummfilms erinnert. Sowohl die erzählerische Dichte der Bilder als auch die unpathetische Schilderung des Krieges – vor allem aber die perönliche Perspektive seiner Protagonisten waren für einen Film der Post-Stalin-Ära damals völlig überaschend. Tatjana Samoilowa erhielt als beste ausländische  Schauspielerin den Preis der deutschen Filmkritik.

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Und am 11.6. um 22:15: Harold & Maude

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Hal Ashby
Harold & Maude
USA 1971, 91min

Skurriler geht’s nimmer: DIE Anarcho-Romantik-Komödie der Flower-Power-Zeit unterlegt mit den romantischen Songs von Cat Stevens. Die unvergessene Ruth Gordon (bekannt u.a. aus Polanskis „Rosemary’s Baby”) spielt eine schrullige, quirlige – schier alterslose Nonkonformistin, die das Establishment so richtig auf den Kopf zu stellen vermag – einfach ein herrlicher Filmspaß.

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