Und am 28.1. um 19.30h: Nebel im August

Kai Wessel
Nebel im August
D 2016, 126 Min.

Die Geschichte des vierzehnjährigen Ernst Lossa. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Nordfriesland

Anfang der 1940er Jahre wird der 13-jährige Ernst Lossa in eine Nervenheilanstalt in Süddeutschland eingewiesen. Die Diagnose: „nicht erziehbar“. Der selbstbewusste Ernst passt sich den strengen Strukturen der Klinik schnell an, geht Freundschaften ein und knüpft zarte Bande mit der an Epilepsie leidenden Nandl. Doch hinter den dicken Mauern der Anstalt geht Unvorstellbares vor sich. Der Klinikleiter Dr. Veithausen beaufsichtigt die Aktion „T4“. Die ihm unterliegenden Patienten werden systematisch getötet. Ein Vorgang, der im Dritten Reich dazu beitragen soll, die deutsche Rasse von Erbkrankheiten zu befreien. Als Ernst dahinterkommt, dass immer mehr Freunde von ihm vergiftet werden, wollen er und Nandl fliehen. Doch kann Dr. Veithausen riskieren, dass der pfiffige Junge sein Geheimnis an die Öffentlichkeit bringt?
Basierend auf dem gleichnamigen Tatsachenroman von Robert Domes handelt „Nebel im August“ von der im Dritten Reich betriebenen Euthanasie, die vorgeblich dabei helfen sollte, den Kranken unnötiges Leid
zu ersparen, aber in Wahrheit dazu diente, „lebensunwertes Leben“ zu vernichten und so zur verordneten Nationalsozialistischen Rassenhygiene beizutragen.

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Und am 14.1. um 19.30h: Die schönste Zeit unseres Lebens

Nicolas Bedos
Die schönste Zeit unseres Lebens
F 2019, 110 Min.

„So kann es mit den Eltern einfach nicht weitergehen!“, denkt sich Maxime. Sein Vater Victor, von Beruf Comiczeichner, wird zunehmend zu einer Nervensäge, die mit sich, der Welt und dem Alter über Kreuz liegt. Seine Frau Marianne ist das genaue Gegenteil. Victors ewige schlechte Laune wird ihr schließlich zu viel. Sie setzt ihn kurzerhand vor die Tür. Victor braucht definitiv Hilfe und Maxime hat eine Idee. Sein Freund Antoine hat eine Firma, „Time Travellers“, die gut betuchten Kunden ermöglicht, in einem raffiniert eingerichteten Filmstudio in eine Zeit ihrer Wahl zu reisen. Victor willigt ein. Er entscheidet sich für das Jahr 1974, den exakten
Tag, an dem er sich in seine Frau Marianne verliebt hat. Anfangs skeptisch, lässt er sich immer mehr in den Bann der Erinnerungen ziehen. Und die Kulisse aus Neonlichtern, Schlaghosen und Zigarettenrauch wird zu einer Reise, in der die betörende Schauspielerin Margot die Grenze zwischen damals und heute verschwimmen lässt.

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Und am 22.12. um 18h: Vom Lokführer, der die Liebe sucht

Veit Helmer
Vom Lokführer, der die Liebe sucht
D 2018, 90 Min.

Zeitgenössischer „Stummfilm” mit Bildern von morbider Eleganz und eigentümlichen Figuren

Besonderes zum Weihnachtsfest – Ein Güterzug rollt durch die weite Grasland- schaft vor den kaukasischen Bergen. Tagein, tagaus lenkt Nurlan, der Lokführer, seinen Zug durch einen dicht besiedelten Vorort Bakus, in dem die Schienen quasi durch die Vorzimmer der Bewohner führen. Sobald sich der Zug nähert, bläst ein Waisenjunge in eine Pfeife und die Bewohner bringen sich und ihre Habseligkeiten schnell in Sicherheit.

Doch das gelingt nicht immer. So verheddert sich am letzten Arbeitstag vor der Pensionierung ein besonderes Abschiedsgeschenk an der Lok: ein traumhaft schöner, blauer Spitzen-BH. Nurlan nimmt ihn nach seiner Schicht kurzerhand mit, doch seine Neugier ist geweckt: Wem mag das kleine Stück Stoff gehören?

Nurlan fasst den Entschluss, die Suche nach der Besitzerin des Büstenhalters aufzunehmen.

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Und am 21.12. um 19.30h: Kurzfilmtag

Kurze Filme zum Thema „Stille Stadt, lautes Land“, 79 Min lang

Am 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres, wird seit 2012 der KURZFILMTAG gefeiert. Er ist inspiriert von der französischen Version „Le Jour Le Plus Court“, die ihre Premiere 2011 erlebte. Inzwischen feiern auch viele andere Länder den KURZFILMTAG.
Von Husum in Schleswig-Holstein bis zum bayerischen Holzkirchen werden an diesem Datum in allen Bundesländern kurze Filme laufen. 2018 waren es so viel wie noch nie: 305 Veranstaltungen in Stadt und Land. Zum 5. Mal ist auch der Filmklub mit von der Partie.

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Und am 10.12. um 19.30h: Augenblicke – Gesichter einer Reise

JR, Agnès Varda
Augenblicke – Gesichter einer Reise
F 2017, 94 Min.

Hommage an die Grande Dame der Nouvelle Vague

Agnès Varda ist für ihren vorletzten Film über Land gefahren und hat ihrem Publikum ein Geschenk zum 90. Geburtstag gemacht.

In der Dokumentation begeben sich Streetart-Künstler JR und Regie-Ikone Agnès Varda in ihrem einzigartigen Fotomobil auf eine Reise durch Frankreich, bei der sie allerlei Geschichten erleben und die Gesichter der Menschen, die ihnen begegnen, in überlebensgroßen Bildern festhalten – vom Briefträger, über

den Fabrikarbeiter bis zur letzten Bewohne- rin eines Straßenzugs in einem ehemaligen Bergbaugebiet.

Die riesigen Porträts werden an Fassaden, Zügen und Schiffscontainern gemalt, die Landschaft wird dadurch zur Bühne für die Kunst. Während ihrer Reise entsteht zwischen dem 33-jährigen Fotografen und der 89-jährigen Regisseurin eine Freundschaft. Varda gilt als eine der Schlüsselfiguren des modernen Films und war eine der führenden Filmemacherinnen.

Agnès Varda starb am 29. März 2019 im Alter von 90 Jahren in Paris. Ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem Pariser Cimetière Montparnasse.

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Und am 26.11. um 19.30h: Alles ist gut

Zum Tag für die Beseitigung von Gewalt an Frauen

Eva Trobisch
„Alles ist gut”
D 2018, 90 Min.

Im hochgelobten Debütfilm kämpft eine junge Frau dagegen an, ihr Leben von einer Vergewaltigung bestimmen zu lassen. Mit anschließendem Gespräch.

Eineinhalb Minuten Geschlechtsverkehr stehen am Anfang von Eva Trobischs Spielfilmdebüt. Darin erzählt die Regisseurin von den Konsequenzen dieser Nacht. Janne ist so überrascht von dem, was passiert ist, dass sie das Erlebte niemandem erzählen will; ihrem Freund nicht, mit dem es gerade ohnehin nicht gut läuft, und erst recht nicht ihrer überbehütenden Mutter. Sie will es eigentlich nicht einmal selbst wissen:

War das, was da passiert ist, eine Vergewaltigung? Das würde ja bedeuten, dass sie zu einem Opfer geworden ist, eine Rolle, die sie mit ihrem Selbstverständnis als Frau, die gut auf sich aufpassen kann, nie in Verbindung gebracht hätte.

Der Film erkundet einen komplizierten Graubereich: Was passiert, wenn eine junge Frau wie Janne sich weigert, ein Opfer zu sein?

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