Und am 26.8. um 22.15h: Blues Brothers

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Jon Landis
Blues Brothers
USA 1980, 133min

Zwei Männer unterwegs im Auftrag des Herrn. Der Kultfilm der achtziger Jahre mit dem unvergessenen und viel zu früh verstorbenen John Belushi und Dan Aykroyd als Joliet Jake und Elwood Blues. Die beiden Brüder trommeln die Blues Brothers Band wieder zusammen, um die fällige Steuerschuld für das Waisenhaus zu bezahlen, in dem sie aufgewachsen sind.
Bei Erscheinen des Films 1980 galt das Roadmovie als der Streifen mit den meisten geschrotteten Autos bei diversen Verfolgungsjagden. Rückblickend bleibt er aber eher als Musikfilm in Erinnerung dank der Gastauftritte verschiedenster Soul- und R&B- Legenden, wie James Brown, Ray Charles, Aretha Franklin, John Lee Hooker, Cab Calloway u.a.. Ebenfalls dabei: John Candy, Carrie Fisher, Frank Oz
und Steven Spielberg! „Blues Brothers“ war bei Erscheinen zwar kein Erfolg, entwickelte sich aber mit den Jahren zum Rhythm&Blues-Kultfilm.

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Und am 22.8. um 19.30h: Bach in Brasil

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Ansgar Ahlers
Bach in Brasil
BRA/D 2015, 90 Min.

Völlig unerwartet erhält der pensionierte Musiklehrer Marten Brückling (großartig: Edgar Selge) die Nachricht, dass ein nach Brasilien ausgewanderter Jugendfreund ihm ein Originalnotenblatt von Johann Sebastian Bach’s Sohn hinterlassen hat. Bedingung ist allerdings, dass er es selbst abholt. Gesagt, getan. Doch kurz vor der Heimreise wird ihm sein Gepäck mit allen Papieren und dem besagten Notenblatt gestohlen.
Candido, ein deutschsprechender Angestellter in einer Jugendhaftanstalt will ihm helfen – unter der Bedingung, Brückling solle den Jugendlichen der Anstalt Musikunterricht geben, was dieser dann auch macht, wenn auch widerstrebend. Er übt mit ihnen Stücke von Bach, die eigentlich er nur vom Blatt spielen kann. Die Kinder aber haben die Musik im Blut und improvisieren diese Stücke mit ihren eigenen Rhythmen und Instrumenten. Plötzlich lebt Marten auf und er und die Kinder sehen eine neue Perspektive: Ein neues Leben beginnt für alle – bis das Gepäck wieder auftaucht und sein altes Leben Marten wieder einholt….

Ein Film fürs Herz und für die Seele, vor allem aber ein Plädoyer für interkulturelles Denken und Überwinden von Vorurteilen.
(Deutsche Film- und Medienbewertung)

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Und am 8.8. um 19.30h: Neruda

Pablo Larraín
Neruda
CHI/ARG/E 2016, 107 Min.

Pablo Larraíns Film ist nicht die übliche Nacherzählung eines Lebens. Der Regisseur zeichnet ein Portrait von Pablo Neruda, indem er einzelne erfundene Passagen mit biografisch verbürgten Szenen verknüpft – spannungsvoll als Politkrimi inszeniert. Chiles berühmtester Dichter kritisiert im Jahr 1948 in einer historisch verbürgten Rede den damaligen chilenischen Präsidenten Gabriel González Videla, der die politische Opposition und alle Intellektuelle des Landes unterdrückt. Als Handlanger der amerikanischen Politik entlarvt und beleidigt, reagiert der Präsident sofort. Er schreibt Neruda zur Fahndung aus und engagiert einen hochrangigen Polizisten für dessen Verfolgung. Eine regelrechte Menschenjagd beginnt.

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Und am 25.7. um 19.30h: Die andere Seite der Hoffnung

Aki Kaurismäki
Die andere Seite der Hoffnung
Fin/D 2017, 98 Min.

Der Film besteht aus zwei Geschichten, die sich allmählich miteinander verbinden: In der ersten geht es um Khaled (Sherwan Haji), einen syrischen Flüchtling. Als blinder Passagier eines Kohlefrachters landet er eher zufällig in Helsinki und beantragt ohne große Hoffnung auf die Zukunft Asyl. Wikström (Sakari Kuosmanen), die zweite Hauptfigur, ist Handelsvertreter für Krawatten und Männerhemden. Er kehrt seinem bisherigen Berufsleben den Rücken, setzt sein Pokerface am Glücksspieltisch ein und kauft ein Restaurant im letzten Winkel von Helsinki. Als die Behörden Khaled das Asyl verweigern, beschließt er, wie viele seiner Schicksalsgenossen illegal im Land zu bleiben. Er taucht in der finnischen Hauptstadt unter und lebt auf der Straße. Dort begegnet er den verschiedensten Formen von Rassismus, aber auch coolen Rock ’n’ Rollern und aufrichtiger Freundlichkeit. Eines Tages findet Wikström ihn nachts schlafend im dunklen Hinterhof seines Restaurants, besorgt ihm ein Bett und einen Job. Für eine Weile bilden die beiden gemeinsam mit der Kellnerin, dem Koch und dessen Hund eine utopische Einheit, eine der für Aki Kaurismäki typischen Schicksalsgemeinschaften, die vorführt, dass die Welt besser sein könnte und sollte.
Komisch mit ernstem Hintergrund – belohnt mit dem Hauptpreis der Berlinale 2017 und zusätzlich erhielt Aki Kaurismäki den Regiepreis.

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Und am 18.7. um 19.30h: Wir sind die Flut

Wir sind die Flut

Sebastian Hilger
Wir sind die Flut
D 2016, 84 min.

Vor 15 Jahren ist vor der Küste von Windholm das Meer verschwunden. Seitdem strahlt eine beklemmende Ruhe auf die Umgebung aus, wirft Fragen auf, bereitet Unbehagen. Die Ursache für die Anomalie ist bis heute ungeklärt. Mit einer neuen Theorie ist der ehrgeizige Physikstudent Micha (Max Mauff) einer von vielen Nachwuchswissenschaftlern, die um die rar gesäten Forschungsaufträge an der Uni kämpfen. Nach jahrelanger Arbeit muss er jedoch erleben, wie sein gewagtes Vorhaben am verknöcherten System scheitert – er darf sein Projekt nicht fortsetzen.  Heimlich macht sich Micha mit seiner Kollegin Jana (Lana Cooper) auf den Weg, um seine Hypothese auf eigene Faust zu überprüfen. In dem vom Militär abgesperrten Gebiet treffen die jungen Forscher auf den kläglichen Rest einer rätselhaften Dorfgemeinschaft. Denn an dem Tag, an dem das Meer verschwand, hat es auch die Kinder des Dorfes mitgenommen. Das behaupten die Dorfbewohner. Doch sind die Kinder damals wirklich ertrunken? Ihre Leichen wurden jedenfalls nie gefunden!
Zwischen heruntergekommenen Häusern und verlassenen Straßen geraten Micha und Jana auf ihrer Suche nach der Wahrheit immer tiefer in den Bann dieses vergessenen Ortes, an dem ihnen eine Wirklichkeit offenbart wird, der sie sich erst noch stellen müssen.
„Wir sind die Flut” ist die bundesweit erstmalige Zusammenarbeit zwischen zwei renommierten deutschen Filmhochschulen, der Filmakademie Baden-Württemberg und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.

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Und am 11.7. um 19.30h: Das Geständnis

Lade -Das Geständnis

Bernd Michael Lade
Das Geständnis
D 2015, 112 Min.

Der Regisseur Bernd Michael Lade wird selbst anwesend sein und seinen Film vorstellen.

Im letzten Jahr der DDR geraten die Genossen der Ost-Berliner “Morduntersuchungskommission” am Alexanderplatz an ihre Grenzen, denn der neue Mensch, der in der DDR als sozialistische Persönlichkeit heranreifte, tat anderen neuen Menschen nichts zuleide. Deshalb gab es keine Morde in der DDR. Und doch: Es türmen sich Kriminalfälle, die es im Sozialismus ja gar nicht geben darf, und wenn sie doch geschahen, waren sie Vorkommnisse, die noch einmal an das Erbe des Kapitalismus erinnerten. Die anspruchsvolle Arbeit der Genossen bestand darin, Morde aufzuklären, um sie zu vertuschen, weil es keine Morde gab. Diese tägliche Entscheidung zwischen Vertuschen und Ermitteln wird für Erstvernehmer Micha (Bernd Michael Lade) mehr und mehr zu einer existentiellen Frage.
„Das Geständnis“ handelt von den Lügen des Systems, eine Mordserie ist eine davon, und basiert auf den Memoiren eines anonymen Kommissars. Gezeigt wird der Untergang der DDR, die 1988/89 mit den Lügen des Systems einfach in sich zusammenfiel.
„Das Geständnis“ führt die DDR als Kinokammerspiel vor. Eine zwei Stunden lange Improvisation für viele Männer und wenige Frauen, wo gar nicht so sehr das Ideologische verhandelt wird als vielmehr die Moral.

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