Dienstag, 23. April um 19.30 Uhr: „Shanghai Express“

-Oscarprämiertes Melodram und Klassiker des frühen Tonfilms mit Marlene Dietrich-

Regie: Josef von Sternberg , USA 1932, 80 Min.

China in den Zwanziger Jahren: Inmitten des Bürgerkriegs trifft die berühmt-berüchtigte Prostituierte „China Lily“ in der ersten Klasse des Shanghai Express den Militärarzt Captain Donald Harvey wieder, der sie vor Jahren aus Eifersucht verließ. Während der gemeinsamen Reise schmilzt Lilys kühle Fassade und die beiden kommen sich wieder näher. Doch als der Zug von Rebellen gestoppt und „Doc Harvey“ gefangen genommen wird, muss China Lily eine folgenschwere Entscheidung treffen: Rettet sie ihre große Liebe oder das eigene Leben? „Shanghai Express” wurde nach „Der blaue Engel”, „Marokko” und „Entehrt” Josef von Sternbergs vierter und finanziell erfolgreichster Film mit Marlene Dietrich. Das Drehbuch, das auf einer Kurzgeschichte von Harry Hervey basiert, war eine Arbeit von Jules Furthman, der mit Sternberg bereits bei der Produktion der Filme „Die Docks von New York” und „Marokko” zusammengearbeitet hatte. Eine Schlüsselrolle kam Kameramann Lee Garmes zu, der für Sternberg bereits Marlene Dietrich bereits in „Marokko” und „Entehrt” fotografierte. Für seine Leistung in „Shanghai Express” wurde er auf der Oscarverleihung 1932 mit dem Oscar/Beste Kamera ausgezeichnet.

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Dienstag, 09. April um 19.30 Uhr: „Seneca-Oder: Über die Geburt von Erdbeben“

Regie: Robert Schwentke,  D, Marokko 2023, 112 Min.

Eine Parabel über Macht und Machtmissbrauch und eine bitterböse Geschichtsstunde

Nachdem er viele Jahre im Exil verbringen musste, wird Seneca (John Malkovich) auf Geheiß von Agrippina (Mary-Louise Parker) zurück nach Rom geholt. Dort soll er ihren Sohn Nero unterrichten, der ihren Plänen zufolge später einmal Kaiser werden soll. Dies gelingt tatsächlich. Weniger geplant ist allerdings, dass der Jugendliche einen starken Willen hat und eine Vorliebe für Grausamkeiten. Und so macht er sich mit der Zeit von seinen Einflüssen frei. Erst lässt er seine Mutter ermorden. Und auch der in Ungnade gefallene Seneca soll sterben. Dabei wird ihm aber die Möglichkeit gegeben, sich selbst zu töten und damit auf eine weniger schmerzvolle Weise zu sterben, als es ihm von offizieller Seite aus drohen würde. Für den Lehrer und Philosophen ist aber klar, dass er dieses Schicksal nicht wortlos annehmen wird. Der Film konzentriert sich auf die letzten 24 Stunden im Leben des Philosophen. Der lässt sein Leben Revue passieren, verabschiedet sich von seiner Frau, seinen Freunden. Er muss auch vor sich selbst beweisen, dass seine philosophischen Theorien, nach denen man den Tod verachten soll, auch in der Praxis Bestand haben. Das ist nicht leicht, denn das Sterben, erst recht das von eigener Hand, ist schwer.

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DOK am Dienstag, 02. April um 19.30 Uhr: „Anselm-Das Rauschen der Zeit“

Regie: Wim Wenders, D 2023, 93 Min. 

-Ein poetischer Blick des Regisseurs Wim Wenders auf die Werke und Gedanken seines Freundes Anselm Kiefers-

Wim Wenders beleuchtet das Werk des Künstlers Anselm Kiefer und enthüllt seinen Lebensweg, seine Inspirationen, seinen kreativen Prozess und seine Faszination für Mythos und Geschichte. Vergangenheit und Gegenwart werden miteinander verwoben, um die Grenze zwischen Film und Malerei zu verwischen, sodass man vollständig in die Welt eines der größten zeitgenössischen Künstler eintauchen kann. Über zwei Jahre hinweg hat Wenders für diesen Film mit Kiefer und seiner Kunst verbracht. Besucht werden auch die Schaffensorte des Künstlers, der in Deutschland geboren wurde und sich im Laufe seiner fünfzigjährigen Karriere schließlich in Frankreich niedergelassen hat.

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Dienstag, 26. März um 19.30 Uhr: „Mein fabelhaftes Verbrechen“

Regie: François Ozon, F 2023, 104 Min.

-Feministische Krimikomödie mit Isabelle Huppert-

Paris in den 1930er-Jahren: Die junge und attraktive Madeleine Verdier ist eine mittellose und talentfreie Schauspielerin. Als sie des Mordes an einem berühmten Theaterproduzenten beschuldigt wird, erhält sie Unterstützung von ihrer besten Freundin Pauline. Der gleichaltrigen, arbeitslosen Anwältin gelingt es, dass Madeleine, die eigentlich unschuldig ist, aufgrund von Notwehr freigesprochen wird. Ihr neues Leben voller Ruhm und Erfolg beginnt in Gefahr zu geraten, als die Wahrheit ans Licht kommt. So behauptet Odette Chaumette, ein früherer Filmstar aus der Stummfilmzeit, das Verbrechen begangen zu haben. Sie besteht darauf, dass Madeleine ihr das „gestohlene“ Verbrechen zurückgibt. Nach „8 Frauen“ und „Das Schmuckstück“ ist „Mein fabelhaftes Verbrechen“ der dritte und letzte Teil in François Ozons Trilogie über den Status von Frauen in einer männerdominierten Welt. Der neueste Film beruht auf dem Boulevardtheaterstück „Mon Crime“ von 1934.

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Dienstag, 12. März um 19.30 Uhr: „ELAHA“

Zum Internationalen Frauentag in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Husum

Regie: Milena Aboyan, D 2023, 110 Min.

-Ein berührender Film, der mit einem der größten Mythen des Patriarchats aufräumt. Blick in eine archaische Welt mitten in Deutschland-

Das Kinodebüt der Regisseurin Milena Aboyan ELAHA feierte seine Weltpremiere auf der Berlinale. „Die Geschichte der Sexualität der Frauen ist eine Geschichte männlicher Deutungshoheit über den weiblichen Körper“, so Regisseurin Milena Aboyan. „ELAHA ist eine Geschichte über eine ungezähmte Frau, die stellvertretend für viele Frauen steht, die sich verpflichtet haben, niemals leise zu sein.“
Wenn Elaha in zwei Monaten heiratet, muss sie Jungfrau sein. Doch das ist sie nicht mehr. Mit zunehmender Verzweiflung lotet die Deutschkurdin ihre Optionen aus. Die Wahrheit zu sagen, kommt nicht in Frage. Das würde die Ehre ihrer Familie beschmutzen. Eine Rekonstruktion des Jungfernhäutchens kostet 3000 Euro. So viel Geld hat die 22-Jährige nicht. Regisseurin und Co-Drehbuchautorin Milena Aboyan ist selbst jesidische Kurdin. Für sie steht der Konflikt um die Jungfräulichkeit stellvertretend für die Herrschaft des Patriarchats über den weiblichen Körper. Mit „Elaha“ leistet Milena Aboyan einen Beitrag, um mit diesem weltweit verbreiteten Mythos aufzuräumen.

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DOK am Dienstag, 05. März um 19.30 Uhr: „Anne-Sophie Mutter-Vivace“

Regie: Sigrid Faltin, D 2023, 91 Min.

-Zum 60. Geburtstag der Stargeigerin-

In Wehr, zwischen Hochrhein und Schwarzwald aufgewachsen, wurde Anne-Sophie Mutter im Alter von erst 13 Jahren vom Stardirigenten Herbert von Karajan entdeckt. Es folgte eine beispiellose Weltkarriere. Fragen zu ihrem Privatleben mag Anne-Sophie Mutter nicht. Um die Ausnahmekünstlerin aus der Reserve zu locken, hatte die Filmemacherin Sigrid Faltin die Idee, die Geigerin mit ihr vertrauten oder für sie spannenden Menschen ins Gespräch zu bringen, um so mehr über eine der größten Musikerinnen der Gegenwart zu erfahren. Verknüpft mit Archivmaterial aus fünf Jahrzehnten ist ein facettenreiches Portrait einer Ausnahmekünstlerin entstanden.

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