Und am 10.12. um 19.30h: Augenblicke – Gesichter einer Reise

JR, Agnès Varda
Augenblicke – Gesichter einer Reise
F 2017, 94 Min.

Hommage an die Grande Dame der Nouvelle Vague

Agnès Varda ist für ihren vorletzten Film über Land gefahren und hat ihrem Publikum ein Geschenk zum 90. Geburtstag gemacht.

In der Dokumentation begeben sich Streetart-Künstler JR und Regie-Ikone Agnès Varda in ihrem einzigartigen Fotomobil auf eine Reise durch Frankreich, bei der sie allerlei Geschichten erleben und die Gesichter der Menschen, die ihnen begegnen, in überlebensgroßen Bildern festhalten – vom Briefträger, über

den Fabrikarbeiter bis zur letzten Bewohne- rin eines Straßenzugs in einem ehemaligen Bergbaugebiet.

Die riesigen Porträts werden an Fassaden, Zügen und Schiffscontainern gemalt, die Landschaft wird dadurch zur Bühne für die Kunst. Während ihrer Reise entsteht zwischen dem 33-jährigen Fotografen und der 89-jährigen Regisseurin eine Freundschaft. Varda gilt als eine der Schlüsselfiguren des modernen Films und war eine der führenden Filmemacherinnen.

Agnès Varda starb am 29. März 2019 im Alter von 90 Jahren in Paris. Ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem Pariser Cimetière Montparnasse.

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Und am 26.11. um 19.30h: Alles ist gut

Zum Tag für die Beseitigung von Gewalt an Frauen

Eva Trobisch
„Alles ist gut”
D 2018, 90 Min.

Im hochgelobten Debütfilm kämpft eine junge Frau dagegen an, ihr Leben von einer Vergewaltigung bestimmen zu lassen. Mit anschließendem Gespräch.

Eineinhalb Minuten Geschlechtsverkehr stehen am Anfang von Eva Trobischs Spielfilmdebüt. Darin erzählt die Regisseurin von den Konsequenzen dieser Nacht. Janne ist so überrascht von dem, was passiert ist, dass sie das Erlebte niemandem erzählen will; ihrem Freund nicht, mit dem es gerade ohnehin nicht gut läuft, und erst recht nicht ihrer überbehütenden Mutter. Sie will es eigentlich nicht einmal selbst wissen:

War das, was da passiert ist, eine Vergewaltigung? Das würde ja bedeuten, dass sie zu einem Opfer geworden ist, eine Rolle, die sie mit ihrem Selbstverständnis als Frau, die gut auf sich aufpassen kann, nie in Verbindung gebracht hätte.

Der Film erkundet einen komplizierten Graubereich: Was passiert, wenn eine junge Frau wie Janne sich weigert, ein Opfer zu sein?

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Und am 19.11. um 19.30h: Der Stein zum Leben

Katinka Zeuner
Der Stein zum Leben
D 2018, 82 Min.

Sensibler Film über die Verarbeitung von Trauer und Verlust und die Bedeutung der Erinnerung

Der Film „Der Stein zum Leben” ist vieles zugleich: Er ist das filmische Portrait des Berliner Steinmetz und Grabsteinkünstlers Michael Spengler und damit auch eine Dokumentation über das schrittweise Entstehen von drei Grabsteinen. Zugleich gibt er Einblicke in den intimen Prozess der Trauer der Angehörigen, in ihr Ringen, zu einer für den Verstorbenen passenden Gestaltung des Steins zu finden.

Was macht die „Essenz eines Menschen“ aus? Und wie lässt sich mithilfe von Steinen, Farben, Schriften, Ornamenten oder zusätzlichen Materialien ein möglichst treffendes Portrait eines Verstorbenen „zeichnen“?

Behutsam wie emphatisch versucht Michael Spengler den Verstorbenen zusammen mit den Hinterbliebenen sowohl handwerklich wie künstlerisch einen letzten wertvollen Dienst zu erweisen.

Der Regisseurin Katinka Zeuner gelingt ein Dokumentarfilm über die Endlichkeit des Lebens.

Im Anschluss findet ein Nachgespräch mit dem Steinmetz Michael Spengler und Pastor Magaard statt.

In Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde St. Marien

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Und am 12.11.: Goya – oder der arge Weg der Erkenntnis

Einführungsvortrag 19:15, Filmbeginn 19:30

Konrad Wolf
Goya – oder der arge Weg der Erkenntnis
DDR 1971, 134 min.

Einer der wenigen Monumentalfilme der DEFA schildert das Schicksal des großen Malers

Der Roman von Lion Feuchtwanger ist die literarische Vorlage des Films, in dem der Regisseur Konrad Wolf den Maler Goya als einen Mann im Widerspruch, zwischen Königstreue und Volksverbundenheit zeigt.

Als Hofmaler Karls IV. von Spanien ist Don Francisco de Goya Lucientes zu Ansehen und Wohlstand gekommen. In leidenschaftlicher Liebe fühlt er sich zu der Herzogin Alba hingezogen, doch gleichzeitig hasst er die hochnäsige Aristokratin in ihr. Er genießt seine Stellung bei Hofe, aber er ist auch durch und durch Spanier und liebt das Volk.

Dieser Widerspruch bringt ihn auf den „argen Weg der Erkenntnis”. Sein Mitarbeiter und Freund Esteve führt ihn zu den wahren Patrio- ten des Landes. Die Verurteilung der Sängerin Maria Rosario durch die Inquisition verändert sein Leben radikal und er erkennt den Macht- missbrauch der Katholischen Kirche.

Je weiter er in das Leben des Volkes eindringt und daraus Motive für seine Kunst schöpft, des- to größer wird seine innere Pein angesichts der Zustände im Land. Seine Kunst wird zum Aus- druck der revolutionären Bewegung des Volkes. So gerät er selbst in die Fänge der Inquisition.

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22.10. um 19.30 Uhr: Gestorben wird morgen

Thema: Endlichkeit des Lebens -In Zusammenarbeit mit dem Ambulanten Hospizdienst Husum und Umgebung e.V.-

Regie: Susan Gluth, D 2019, 74 Min.

‘Wir kommen nach Sun City um zu sterben, aber wir wollen Spaß dabei haben!’, Jim (83).

Es gibt einen Ort in Arizona, der ist so friedlich, dass man dorthin kommt um zu sterben. Sun City, eine Stadt – geschaffen für die Generation 55+. Mitten in der Wüste, unter Palmen, bei immer blauem Himmel und roten Sonnenuntergängen, mit unzähligen Apotheken und besonders breiten Straßen, damit den rüstigen Autofahrenden nichts passiert.

Auf dieses sonnige Paradies fallen die recht unterschiedlich gefärbten Schatten des Alterns. Alle hier versuchen einen Weg mit dem Leben zu finden, während der Tod schon an der Ecke steht und winkt. Es ist wohl eine Frage der Haltung, wie man alt wird.

Die Ansicht, der Lebensabend müsse doch eine ernste Angelegenheit sein, teilen die Meisten in Sun City nicht. Im Film dient der Ort als Bühne, auf der die Bewohnerinnen und Bewohner in einem Reigen den Tanz des Alters vollführen. In ihren Erzählungen geben sie preis, was das Leben ihnen geschenkt und was es ihnen genommen hat. Sie berichten freimütig über die Schmerzen im Alter und über die Freuden. Und dass sie glauben, dass Zufriedenheit und Glücklich sein Entscheidungen sind.

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20.10. um 18 Uhr: Überall wo wir sind

Thema: Endlichkeit des Lebens

In Zusammenarbeit mit dem Ambulanten Hospitzdienst Husum und Umgebung e.V.

Regie: Veronika Kaserer, D 2018, 92 Min.

Dokumentarfilm einer Berliner Familie zwischen Festhalten und Loslassen, eine Geschichte, die im Tod das Leben feiert.

Heiko, ein 29-jähriger lebensfroher Tanzlehrer aus Berlin, kämpft seit sieben Jahren mit einer tödlichen Krankheit. Als sich die Familie und seine Freunde daran gewöhnt haben, dass Heiko allen Prognosen zum Trotz einfach immer weiterlebt, erhält er die Diagnose, dass ihm nun nicht mehr viel Zeit bleibt, und er kehrt zum Sterben in sein Elternhaus zurück. Aber auch jetzt geben Heiko und vor allem sein Vater Jürgen die Hoffnung auf ein Wunder nicht auf. Seine Mutter Karin versucht hingegen, ihn auf das Bevorstehende vorzubereiten. Sie würde ihrem Sohn gern von ihrer Nahtoderfahrung erzählen, findet aber nicht den passenden Moment. Tag und Nacht verbringen viele Freunde und Verwandte Zeit bei Heiko am Bett, um noch einmal in seiner Nähe zu sein, gemeinsam zu weinen und auch herzhaft zu lachen. Heikos Schwester stürzt sich auf Organisatorisches und sucht Halt in einer gewissen Distanz. Die Formen des Umgangs mit dem Verlust und der Trauer sind so unterschiedlich wie die Betroffenen selbst.

Kompass-Perspektive-Preis 2018 für den besten Film der Sektion Perspektive Deutsches Kino

Die Regisseurin Veronika Kaserer ist anwesend und beantwortet gerne Fragen im Anschluss aus dem Publikum.

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