27.08. um 19.30 Uhr: „Cold War – Der Breitengrad der Liebe”

Pawel Pawlikowski – Polen/GB/Frankreich 2018, 88 Min. – Bilder einer stürmischen Beziehung als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklung

Pawel Pawlikowski, der Meister formaler Strenge, hat auch sein neuestes Werk in einem unterkühlten Schwarzweiß und im einengenden schmalen Bildformat gedreht.
Komponist Wiktor und seine Kollegin Irena reisen im Jahr 1949 zur Zeit des Wiederaufbaus mit ihrem Tonbandgerät durch die Bergdörfer Polens, um dort nach weiblichen Gesangstalenten zu suchen.
Die rebellische Zula hat das Zeug zum Star und Wiktor verliebt sich sofort in sie. Deswegen ist es kein Wunder, dass sie bald darauf im Mittelpunkt eines von ihm gegründeten Ensembles steht, mit dem der Komponist Kunst und Kultur seines Landes wieder auf ein hohes Niveau hieven will. Als allerdings die Truppe mehr und mehr für politische Ziele der Partei eingespannt wird, nutzt Wiktor einen Auftritt in Ostberlin zur Flucht. Doch Zula, die ihn eigentlich dabei begleiten wollte, erscheint nicht am vereinbarten Treffpunkt und so sehen sich die beiden erst viele Jahre später in Paris wieder…
Schwarzer Humor macht den ansonsten recht ernsten Film, für den Pawlikowski bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2018 die Auszeichnung als bester Regisseur erhielt, besonders liebenswert.

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13.08. um 19.30 Uhr: Icíar Bollaín „Yuli”

Kuba/Großbritannien 2018, 110 Min. – Carlos Acosta, ein nden Wunderkind wider Willen wird Weltstar, doch sein Resümee fällt nachdenklich aus: „Die Einsamkeit verlässt dich nie.“

Zwischen Tanzfilm und Biopic wird die bewegende Lebensgeschichte des berühmten kubanischen Balletttänzers Carlos Acosta, einer der besten Tänzer unserer Zeit, erzählt.
Er wächst in Havanna auf Kuba in armen Verhältnissen auf. Stolz nennt der Vater seinen kleinen Sohn „Yuli“ – der Name des Kriegs- gotts Ogun aus der Santeria, der afrikanischen Yoruba-Religion seiner Vorfahren.
Verschleppt aus Afrika kamen sie als Sklaven auf die Insel. Carlos‘ Vater ist streng und wünscht sich eine bessere Zukunft für seinen
Jungen. Als er dessen großes Talent fürs Tan- zen bemerkt, meldet er ihn gegen den Willen seines Sohnes, der lieber Fußballstar werden will, bei der staatlichen Ballettschule an und sorgt mit harter Hand dafür, dass Carlos seine Ausbildung beendet. Yuli muss lernen, mit der Einsamkeit zu leben, so wird der Tanz zur Zuflucht.
In ihrem Film YULI verbindet die spanische Regisseurin Iciar Bollain Tanz und Film auf faszinierende Weise. YULI ist aber auch ein Film über Kuba und die Menschen dort.

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Dienstag, den 23. Juli um 19.30 Uhr: Der Trafikant

Dienstag, den 23. Julium 19.30 Uhr 

Österreich/ Deutschland 2018, 114 Minuten

Regie: Nikolaus Leytner

Verfilmung des gleichnamigen Romans von Robert Seethaler über einen jungen Zeitschriften- und Tabakverkäufer im Wien vor dem Zweiten Weltkrieg mit Bruno Ganz in seiner letzten Rollen

Wien 1937: Der siebzehnjährige Franz Huchel (Simon Morzé) kommt in die Stadt, um eine Lehrstelle in einer Trafik (österreichisch für Tabak- und Zeitschriften-Laden) bei einem Jugendfreund der Mutter anzutreten. Huchel ist naiv, verträumt und behütet auf dem Land aufgewachsen. Die Großstadt überfordert den Jungen. Durch die Zeitungen lernt er die Welt kennen und am Prater die Liebe, als er auf Tänzerin Anezka (Emma Drogunova) trifft. In der Trafik begegnet Huchel zufälligerweise dem schon damals berühmten Sigmund Freud (Bruno Ganz), der ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. Huchel erhofft sich auch einen guten Rat in Liebesdingen, denn Anezka betrachtet den Burschen bloß als Affäre. Kann Freud ihm helfen? Zwischen den beiden entwickelt sich eine eigenwillige Freundschaft. Als Hitler die Kontrolle über Österreich übernimmt, sieht sich Franz in die Wirren der turbulenten Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg verwickelt.

Ganz im Stil der literarischen Vorlage erzählt der Film schon fast lakonisch seine Geschichte. Auf geschickte Weise verknüpft er die Begegnung eines jungen Mannes mit einer berühmten Persönlichkeit vor den düsteren historischen Ereignissen.

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09.07. um 19.30 Uhr Stan & Ollie

von Jon S. Baird, GB 2018, 99 Min. – Überraschend ernsthaft und anrührend: ein privater Blick auf die Urgesteine des Slapsticks

Die legendären Laurel (Steve Coogan) und Hardy (John C. Reilly), auch bekannt in der profanen Übersetzung „Dick und Doof”, stehen vor einer unsicheren Zukunft. Ihre Glanzperiode als Filmstars haben die beiden längst hinter sich. 1953 macht das Comedy-Duo ein Comeback auf der Bühne und tourt durch die britischen Varieté-Hallen. Die Shows sind ein sofortiger Publikumserfolg, aber die Geister der Vergangenheit bleiben ein Problem und Hardys gesundheitlicher Zustand beginnt, ihre wertvolle Partnerschaft zu gefährden.

Regisseur Baird und Drehbuchautor Jeff Pope wollten den Fokus auf das späte Leben des Duos und ihre Freundschaft legen: „Wir 

wollten eine Liebesgeschichte über zwei Freunde erzählen, die sich Herausforderungen in ihrem Leben stellen, mit Geldsorgen, gesundheitlichen Problemen und Konfron-tationen über Schwieriges, das in ihrer Vergangenheit passiert ist. Es ist eine einfache Geschichte, wirklich.“ Und eine Ode an die Freundschaft.

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25.06.19 um 19.30 Uhr: WEIT

von Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier, D 2017, 129 Min.

– Dokumentation über die Geschichte einer ungewöhnlichen Reise um die Welt

Zu Fuß, per Anhalter mit so wenig Geld wie möglich machen sich Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier aus dem Schwarzwald auf den Weg. Sie dokumentieren ihre mehr als 100.000 km lange Reise.

Von Freiburg über den Balkan nach Moskau. Von dort Richtung Iran und schließlich sogar bis Pakistan, das zu dieser Zeit zu den gefährlichsten Ländern der Welt gehörte. Doch die beiden glauben an das Gute und lernen täglich Menschen kennen, die diesen Glauben bestätigen. Sie sind ein Paar, als sie starten und kommen 3 1/2 Jahre später als Familie mit Sohn Bruno, der in Mexiko geboren wird, einem VW Bus und unschätzbaren Eindrücken zurück.

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Kulturnacht 22.06.19, ab 22.00 Uhr: Kurzfilm Surprise

Auswahl der beliebtesten Kurzfilme vergangener Spielzeiten als Dauerschleife, etwa 35 Min. lang – letzter Einlass 24:00 Uhr

Durch die ganzen Kinofilme vergessen wir manchmal, dass es auch sehr tolle Kurzfilme gibt.

Wir haben von „genial bis schräg“ eine kurzweilige Mischung zur 16. Kulturnacht am 22.6.2019 zusammengestellt.

Denn in der Kürze liegt die Würze!

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