Und am 29.4. um 22:15h: Alien

ALIEN

Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
Ridley Scott
USA/UK 1979, 117 min.

Das düstere Weltraum-Horror-Spektakel mit Sigourney Weaver und Ian Holm und seinen für die damalige Zeit beeindruckenden Bildern sowie den von H.R. Giger geschaffenen Kulissen und Wesen gehört noch heute zu den wichtigsten Filmen des Genres. Der Schweizer Maler H.R. Giger bekam hierfür einen „Oscar“. Die Figur der Ellen Ripley gilt heute als erste Actionheldin der Kinogeschichte; mit Sigourney Weaver gelang 1979 erstmals – nach Jane Fonda als Weltraum-Agentin Barbarella – einer Frau der Durchbruch im SF-Actiongenre.

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Und am 25.4. um 19.30h: Weiße Ritter

Weisse Ritter - 3

Markus Mischkowski
Weiße Ritter
D 2016, 81 min.

Im Fachjargon werden Unternehmen, die bei einer feindlichen Übernahme auf dem Kapitalmarkt einer anderen Firma zu Hilfe kommen, „Weiße Ritter” genannt. Mit einer solchen Aufgabe betraut, machen sich die beiden Vorstadt-Loser Mike und Alfred auf den Weg, geheime Unterlagen „diskret” nach Luxemburg zu schmuggeln. Von einer dubiosen Consulterin beauftragt und überwacht, entwickelt sich die Tour mehr und mehr zu einem Chaos–Trip, der an die Komiker der Stummfilmzeit erinnert. Dabei werden die Methoden der Personalführung und die hohlen Phrasen der Mitarbeitermotivation entlarvt. Manche der absurden Szenen lassen an die
Theaterstücke von Samuel Beckett denken.

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Und am 11.4. um 19.30h: Everything will be fine

Everything will be fine

Wim Wenders
Everything will be fine
D 2015, 119 min.

Das Drama erzählt auf vorsichtige und genaue Weise von Schuld und der Suche nach Vergebung und davon, dass es nicht die Zeit ist, die die Wunden heilt, sondern nur der Mut, sich zu stellen und zu verzeihen. Vor allem sich selber. Im verschneiten Quebec läuft dem Schriftsteller Tomas (James Franco) ein Kind vor das Auto. Er ist zutiefst erleichtert, als der Junge wohlauf ist. Als er ihn die Auffahrt hinauf zum Haus bringt und von seiner Mutter (Charlotte Gainsbourg) empfangen wird, fragt diese jedoch entsetzt nach ihrem zweiten Sohn. Unter dem seelischen Druck des Unfalls zerbricht Tomas’ Beziehung mit Sara (Rachel Mc Adams). Er flüchtet sich ins Schreiben und verarbeitet das Erlebte in einem halbbiografischen Roman. Als dieser zum Erfolg wird, quälen ihn die Fragen nach seiner Verantwortung.
Der Film spielt mit der Künstlichkeit seiner Bilder, verfügt aber dank herausragender Darsteller und Darstellerinnen, u.a. Charlotte Gainsbourg und James Franco, ebenso über intensive kammerspielartige Momente.

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Und am 28.3. um 19.30h: Eight Days a week

Eight Days a week

Ron Howard
Eight Days a week
UK 2016, 138 min.

Gefühlt waren die Beatles nach eigener Aussage „acht Tage die Woche“ auf Tour. Der US Regisseur Ron Howard („Da Vinci Code“) hat sich der Herausforderung eines Dokumentarfilms über die „Pilzköpfe“ und deren kurze Zeit der Live-Auftritte angenommen. Mit bis dahin noch unveröffentlichtem Material und neuen Interviews der noch lebenden Protagonisten sowie digital überarbeiteten Aufnahmen. So möchte er uns die Zeit der „Beatlemania” näher
bringen. Howard zeigt uns dabei kaum Neues, doch ist dabei ein zeitgeschichtliches Dokument entstanden, das uns zu den Ursprüngen der ersten Großveranstaltungen der Rock-Pop-Geschichte katapultiert. Von 1962 bis 1966 gaben die Beatles 815 Konzerte in 15 Ländern – in dieser Zeit nahmen sie sieben Studioalben auf und drehten zwei ihrer Filme. Um dieses Pensum zu schaffen, wurden teilweise zwei Konzerte an einem Tag gegeben. Die Band beschloss, keine
weiteren Konzerte mehr zu veranstalten. Ein letztes jedoch fand 1969 auf dem Dach des Apple Studios statt – das sogenannte “Rooftop Concert”, das schon nach kurzer Zeit durch die Polizei abgebrochen wurde. Lennon verabschiedete sich mit den Worten „Ich möchte mich im Namen der Gruppe und uns selbst bedanken – und ich hoffe, wir haben das Vorspielen bestanden.“
Die legendäre Band auf der großen Leinwand rückblickend noch einmal zu sehen, ist auf jeden Fall ein Ereignis der unterhaltenden Art.

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Und am 26.3. um 18:00h: Nowhere Boy

nowhere_boy

Sam Taylor-Wood
Nowhere Boy
UK 2009, 98 min.

Der Film zeigt die Jahre des jungen John Lennon, (gespielt von Aaron Taylor-Johnson) in Liverpool. Er wohnt bei seiner strengen Tante Mimi (gekonnt verkörpert von Kristin Scott Thomas) und träumt von einem Leben als Musiker. Tante Mimi und ihr Mann George haben wenig Verständnis für den rebellierenden Teenager. Auch in der Schule eckt John regelmäßig an. Aber gute Noten interessieren John ohnehin nicht. Er beschäftigt sich lieber mit hübschen
Mädchen und hört vor allem Musik. Durch eine der eher seltenen Begegnungen mit seiner unsteten und beziehungsunfähigen Mutter angeregt, wird seine Leidenschaft für den Rock’n’Roll geweckt und Elvis Presley sein großes Idol. Schon bald gründet er eine Band und lernt dadurch seine späteren Kollegen Paul McCartney und George Harrison kennen. Ein Aufbruch zur Hamburger Zeit der Beatles ist dann bereits in greifbarer Nähe.
Beatles-Songs sind in dieser filmischen Biografie jedoch nicht zu hören – denn die existierten schließlich noch nicht.

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Und am 14.3. um 19.30h: Carol

CAROL

Todd Haynes
Carol
UK/US 2015, 118 min.

Cate Blanchett und ihre Kollegin  Rooney Mara spielen in “Carol” zwei Frauen, die sich im dichten Zigarettenrauch und Whiskeynebel der frühen fünfziger in New York verlieben, aber ihre Beziehung geheim halten müssen – sexuelle
Revolution, Emanzipation und Schwulenbewegung sind noch Jahre entfernt. Die lebenserfahrene Carol (Cate Blanchett) lässt sich gerade von ihrem Mann scheiden und kämpft um das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter.
Weshalb sie die Affäre mit der jungen, unerfahrenen Verkäuferin Therese (Rooney Mara), die auf Sinnsuche durch die wilde, pulsierende Stadt treibt, in ziemliche Bedrängnis bringen könnte. Regisseur Todd Haynes inszeniert diese Geschichte als zärtliches Melodram über Sehnsucht, Verführung und Einsamkeit, das zwar in den Fünfzigerjahren spielt – aber “mit einem Fenster zum Jetzt” angelegt ist. Damit ist nicht nur der Inhalt des Films gemeint, sondern auch sein schwieriger Entstehungsprozess.
Denn warum eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen selbst im Jahr 2015 noch ein extrem schwer zu vermittelnder Stoff ist, sagt viel über den moralischen und patriarchalischen Mentalitätsstau, der auch heute noch in Hollywood herrscht, aus. Am 14. Januar 2016 wurden Cate Blanchett als Beste Hauptdarstellerin und Rooney Mara als Beste Nebendarstellerin für einen Oscar nominiert. Zudem wurde der Film in den Kategorien Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Kamera, Beste Filmmusik und Bestes Kostümdesign nominiert.

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