Und am 27.6. um 19.30h: Wir sind die Flut

Wir sind die Flut

Sebastian Hilger
Wir sind die Flut
D 2016, 84 min.

Vor 15 Jahren ist vor der Küste von Windholm das Meer verschwunden. Seitdem strahlt eine beklemmende Ruhe auf die Umgebung aus, wirft Fragen auf, bereitet Unbehagen. Die Ursache für die Anomalie ist bis heute ungeklärt. Mit einer neuen Theorie ist der ehrgeizige Physikstudent Micha (Max Mauff) einer von vielen Nachwuchswissenschaftlern, die um die rar gesäten Forschungsaufträge an der Uni kämpfen. Nach jahrelanger Arbeit muss er jedoch erleben, wie sein gewagtes Vorhaben am verknöcherten System scheitert – er darf sein Projekt nicht fortsetzen.  Heimlich macht sich Micha mit seiner Kollegin Jana (Lana Cooper) auf den Weg, um seine Hypothese auf eigene Faust zu überprüfen. In dem vom Militär abgesperrten Gebiet treffen die jungen Forscher auf den kläglichen Rest einer rätselhaften Dorfgemeinschaft. Denn an dem Tag, an dem das Meer verschwand, hat es auch die Kinder des Dorfes mitgenommen. Das behaupten die Dorfbewohner. Doch sind die Kinder damals wirklich ertrunken? Ihre Leichen wurden jedenfalls nie gefunden!
Zwischen heruntergekommenen Häusern und verlassenen Straßen geraten Micha und Jana auf ihrer Suche nach der Wahrheit immer tiefer in den Bann dieses vergessenen Ortes, an dem ihnen eine Wirklichkeit offenbart wird, der sie sich erst noch stellen müssen.
„Wir sind die Flut” ist die bundesweit erstmalige Zusammenarbeit zwischen zwei renommierten deutschen Filmhochschulen, der Filmakademie Baden-Württemberg und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.

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Und am 13.6. um 19.30h: Das Lied in mir

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Florian Cossen
Das Lied in mir
D 2010, 94 min.

Während eines Zwischenstopps auf ihrer Reise nach Chile erkennt die 31-jährige Schwimmerin Maria (Jessica Schwarz) am Flughafen in Buenos Aires ein spanisches Kinderlied wieder. Obwohl Maria kein Wort Spanisch spricht, erinnert sie sich an den spanischen Text und die Melodie des Lieds. Verstört und aus der Bahn geworfen, verpasst sie ihr Flugzeug und bleibt in der fremden Stadt. Während sie sich auf die Suche nach einer Erklärung macht, taucht plötzlich ihr Vater Anton (Michael Gwisdek) in Argentinien auf. Er beichtet seiner Tochter, dass er nicht ihr leiblicher Vater ist, sondern dass Maria Ende der Siebziger Jahre die ersten drei Jahre ihres Lebens in Buenos Aires gelebt hat.
Als ihre leiblichen Eltern 1980 als Opfer der argentinischen  Militärdiktatur verschwanden, wurde Maria von Anton und seiner Frau nach Deutschland gebracht. Nach der Beichte droht das vertraute Verhältnis zwischen Vater und Tochter an der jahrelangen Lüge zu zerbrechen. Während Anton möglichst schnell zurück nach Deutschland will, um die Vergangenheit ruhen zu lassen, macht sich Maria in Buenos Aires auf die Suche nach ihrer argentinischen Familie. Doch als sie diese findet, erfährt sie, dass sie damals von ihren späteren Adoptiveltern entführt und versteckt wurde. Bis zuletzt kämpft der entthronte Vater um die Liebe seines Kindes, die entwurzelte Tochter bis zuletzt um die Wahrheit ihrer eigentlichen Identität.

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Und am 23.5. um 19.30h: Bottled Life

Bottled Life

Urs Schnell
Bottled Life
CH/D 2012, 130 min.

Wem gehört das Wasser auf unserem Planeten? Diese Frage bildet die zentrale Antriebskraft für den Dokumentarfilm „Bottled Life“ des Schweizer Regisseurs Urs Schnell. Wie die kommerzielle Verwertung des Lebensmittels Wasser funktioniert, wie abgepacktes Wasser zum Lifestyle-Produkt für gehobene Käuferschichten stilisiert wird, zeigen Schnell und der Zürcher TV-Journalist Res Gehriger am Beispiel des Schweizer Unternehmens Nestlé. Der weltgrößte Lebensmittelkonzern besitzt weltweit mehr als 70 Wassermarken wie Perrier, San Pellegrino und Vittel. Allein mit „Bottled Water“ setzt Nestlé jährlich rund zehn Milliarden Schweizer Franken um. Auf den Erkundungsreisen erarbeiteten die Filmemacher zum Teil frappierende Erkenntnisse. Etwa wie Nestlé in den USA hohe Profitmargen aus dem Durst der Amerikaner auf reines Quellwasser schlägt. Im Bundesstaat Maine pumpt die Tochterfirma Poland Spring, die meistverkaufte  Quellwassermarke der USA, für zehn Dollar einen Lastwagen voll mit Quellwasser, das abgefüllt in Flaschen für zigtausend Dollar verkauft wird. Noch perfider allerdings ist der Marketingfeldzug für die neue Marke „Pure Life“, die für Entwicklungsländer konzipiert wurde. Schon die behauptete Reinheit ist eine raffinierte PR-Pille, handelt es sich doch um gereinigtes Grundwasser mit zugesetztem Mineralienmix. „Pure Life“ ist das meistverkaufte Flaschenwasser der Welt – mit zweistelligen Zuwachsraten. Ein Experte bringt es im Testmarkt Pakistan auf den Punkt: Für viele Jugendliche ist es modisch, mit „Pure Life“-Flaschen in der Hand herumzulaufen. Die Filmemacher haben soviel über die Machenschaften des Konzerns herausgefunden, um das Publikum zu lebhaften Diskussionen anzuregen.

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Und am 21.5. um 18.00h: Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen

Tomorrow

Dokumentation von Mélanie Laurent und Cyril Dion
Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen
F 2015, 120 min.

Was, wenn es ein Rezept gäbe, unsere Welt zu retten? Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte? Als die Schauspielerin Mélanie Laurent und der Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift “Nature” eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt, wollen sie sich damit nicht abfinden. Also sprechen sie mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative
ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit. Sympathisch-aufrüttelnde Trend-Doku aus Frankreich, die eine Handvoll nachhaltiger ökologischer und ökonomischer Bürgerprojekte auf der Welt vorstellt. Die Filmemacher erhielten dafür 2016 den César für den besten Dokumentarfilm.
Als Ausgangspunkt diente Dion und Laurent die 2012 in der Zeitschrift „Nature“ veröffentlichte Untersuchung der amerikanischen Wissenschaftler Anthony Barnosky und Elizabeth Hadly, dass noch vor der nächsten Jahrhundertwende ein Großteil unserer Welt unbewohnbar sein wird, wenn nicht Politik und Wirtschaft das Handlungsruder radikal herumreißen.
Anstatt jedoch die Auswirkungen von Umweltzerstörungen, ungebremster Globalisierung und Kasinokapitalismus zu dokumentieren, sind die engagierten Filmemacher losgezogen, um auf der ganzen Welt konkret betriebene Lösungsansätze kennenzulernen. In der Kombination aus verspielter Bildsprache und humorvollen Grafikeinlagen sorgen die „Gutmenschen“ Dion und Laurent also in bester Absicht für gute Stimmung beim Weltretten, was hier keineswegs ironisch gemeint ist.

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Und am 9.5. um 19.30h: Tagebuch einer Verlorenen

Tagebuch einer Verlorenen

Georg Wilhelm Pabst
Tagebuch einer Verlorenen
Stummfilm D 1929, 109 min.

in Zusammenarbeit mit 5plus1 e.V.: Zum 150. Geburtstag von Margarete BöhmeSchicksalsdrama als vollendete Filmkunst mit Live-Musikbegleitung: Gruppe „Häwelmon”

Nach Verführung, Schwangerschaft und Besserungsanstalt flüchtet  die junge Thymian (Louise Brooks) in ein Bordell, wo sie schließlich durch Heirat in die bessere Gesellschaft aufsteigt. Als geachtete Gattin eines Grafen wirkt sie dann für die Rettung gefährdeter Mädchen. Pabst, der mit dem US-Star Brooks zuvor „Die Büchse der Pandora“ drehte, bezieht sich auf den Roman „Tagebuch einer Verlorenen“ der Schriftstellerin Margarete Böhme und setzt mit diesem filmischen Meisterwerk inhaltlich eigene Akzente.
Als die Autorin Margarete Böhme (1867-1939), welche in Husum als Wilhelmine Margarete Susanna Feddersen geboren wurde, 1905 ihren Roman „Tagebuch einer Verlorenen“ veröffentlicht, richtet sie einen sozialkritischen Blick auf die
wilhelminische Kaiserzeit. Mit der gewählten literarischen Form eines Tagebuchs lässt sie eine Frau ihr persönliches Schicksal erzählen und erweckt damit ein höchstes Maß an Authentizität. Dieser Roman wird zum gesellschaftlichen Ereignis. Mit  einer Gesamtauflage von 1,2 Millionen Exemplaren und übersetzt in 14 Sprachen war dieser Roman nach Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues” der seinerzeit erfolgreichste.

 

Bereits am Montag, 08.05.17 um 19.30 Uhr im Kulturkeller Husum*: „Geschichte eines Buches“ – Lesung und Einführung in den Roman – Eintritt 7 EUR, ermäßigt 4 EUR

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Und am 29.4. um 22:15h: Alien

ALIEN

Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
Ridley Scott
USA/UK 1979, 117 min.

Das düstere Weltraum-Horror-Spektakel mit Sigourney Weaver und Ian Holm und seinen für die damalige Zeit beeindruckenden Bildern sowie den von H.R. Giger geschaffenen Kulissen und Wesen gehört noch heute zu den wichtigsten Filmen des Genres. Der Schweizer Maler H.R. Giger bekam hierfür einen „Oscar“. Die Figur der Ellen Ripley gilt heute als erste Actionheldin der Kinogeschichte; mit Sigourney Weaver gelang 1979 erstmals – nach Jane Fonda als Weltraum-Agentin Barbarella – einer Frau der Durchbruch im SF-Actiongenre.

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